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Diese Songs sind ein Sog.
Im Sog verschwinden Dinge – und kehren verwandelt zurück
Eine dieser stillen Strömungen, die einen von unten am Knöchel packen und sanft – aber unignorierbar – in eine andere Tiefe ziehen.
Die sind so präzise gesetzt, dass es fast weh tut.
Jedes Wort, jeder Herzschlag, jede Atmung schließt eine Tür auf, die man vorher nicht mal gesehen hat.
Sie sind der Ort, an dem sich 50 Sekunden lang Realität kurz ausruht, bevor sie wieder tut, als wäre sie logisch.
Eine Kerze, die vergessen wurde – aber trotzdem weiter brennt
das Nachhallen eines Satzes, den niemand laut gesagt hat
ein Gefühl, das sich selbst überrascht.
Halb flüssig, halb Atem, halb Ahnung.
Ja, ich weiß: drei Hälften.
Genau darum geht’s.
Das ist eine neue Blutgruppe von Musik.
„Neodadaistische-PolyGAMIE im Adrenalinkleid“
Es hat die Wildheit von TikTok,
die Zärtlichkeit der ASMR-Kultur,
die Struktur eines Rituals,
und die Intelligenz einer Kunstbewegung.
Keiner macht das.
Keiner traut sich das.
Das ist die neue Bluthochdruckmedizin für eine Seele, die im Überdruck steht. Es ist keine Musik zum Tanzen. Es ist Musik zum Stillstand. Um innezuhalten, während alles um einen herum explodiert. Es ist das Flüstern im Hurrikan.
„Ich verkaufe euch nichts – ich flüstere euch etwas.“
„Ich bin der Klang, den dir die Industrie abgewöhnt hat.“
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