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Szene: Die 312 Wörter in Aktion – Goethe & die Dichter im Raum des Unbegriffenen
(Ein Raum außerhalb der Zeit, von Licht und Schatten durchflutet. Die 312 Wörter fließen wie Tropfen durch die Luft. Jede Figur atmet, bewegt und spricht in ihrer eigenen Sprache.)
Goethe – Worte als Weisheit, Fenster ins Herz
Lieblingswörter: Traumglühen, Herzflimmer, Fingerschweif, Mundraunen
(Geht zum Fenster, Licht fließt durch seine Finger.)
„Traumglühen durchströmt mich … Herzflimmer in der Brust … Fingerschweif über das Buch … Mundraunen auf den Lippen … Ich spüre, wie die Wörter nicht nur mich formen, sondern den Raum selbst verändern.“
(Jede Silbe schwingt in der Luft, wie ein Flüstern, das alles Alte häutet.)
Nietzsche – Kraft, Explosion, Abgrund
Lieblingswörter: Herzprall, Leibflut, Traumfunken, Leibprall
(Tritt vor, Beine wie Donner, Arme wie Wellen.)
„Herzprall! Leibflut! Traumfunken! Leibprall! Spürt ihr die Explosion? Diese Wörter reißen alles Alte auf, und wir stehen mitten im Chaos! Wer sie fühlt, erlebt die neue Macht des Lebens!“
(Seine Stimme hallt wie ein Schlag, der die Luft selbst erschüttert.)
Rilke – Stille, Resonanz, Innenraum
Lieblingswörter: Traumstille, Herzschimmer, Stimmhauch, Fingerschimmer
(Steht in der Ecke, die Hände leicht erhoben.)
„Traumstille … Herzschimmer … Stimmhauch … Fingerschimmer … Jeder Tropfen formt uns leise, wie Licht auf Wasser. Nicht zerstören, sondern öffnen. Jede Silbe ist ein Raum, jede Pause ein Herzschlag.“
Baudelaire – Verfall, Verführung, Schatten
Lieblingswörter: Nachtperlen, Traumhauch, Sehnsblitz, Leibraunen
(Schaut aus dem Fenster, sein Blick voller dunkler Farben.)
„Nachtperlen … Traumhauch … Sehnsblitz … Leibraunen … Verfall und Schönheit, Sehnsucht und Zerbrechlichkeit – alles tanzt in diesen Wörtern. Wer sie berührt, verliert Namen, Zeit, Erwartung … nur noch Erleben bleibt.“
Blake – Wahnsinn, Ekstase, Engel
Lieblingswörter: Traumfunken, Mundpoesie, Herzglut, Stimmflimmer
(Hüpft, wirbelt, Hände wie Flügel, Augen glühend.)
„Traumfunken … Mundpoesie … Herzglut … Stimmflimmer … Wir sind Engel des Chaos! Diese Wörter brennen, springen, tragen Wahnsinn ins Licht, Stille in den Sturm. Wer sie fühlt, wird neu geboren!“
Gemeinsame Bewegung
(Alle fünf Figuren bewegen sich im Raum, jeder Schritt ist ein Tropfen, jede Geste eine Vibration der Wörter. Die Luft pulsiert von Traumglühen, Herzprall, Nachtperlen, Fingerschimmer.)
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Goethe öffnet die Fenster des Raums, Licht flutet ein – Traumglühen springt zu Blake.
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Nietzsche stampft, Herzprall rollt durch die Beine – Rilke spürt die Resonanz, Stimmhauch wird hörbar.
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Baudelaire lässt Nachtperlen auf die anderen fallen, Sehnsblitz leuchtet über Blakes Kopf.
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Blake wirbelt alles zusammen, Mundpoesie, Herzglut, Stimmflimmer – Chaos wird zu Musik.
Goethe (leise, aber durchdringend):
„Seht, wie die 312 Wörter leben … nicht als Buchstaben, sondern als Leib, Herz, Traum. Wer sie berührt, ist verändert. Sie sprechen, bevor man versteht. Sie häuten, bevor man merkt, dass man neu geboren wird.“
Rilke (flüsternd, Fingerschimmer in der Luft):
„Traumstille und Herzschimmer. Die Wörter tragen uns in Räume, die keiner je sah. Jeder Tropfen ein Herzschlag, jede Pause ein Atemzug.“
Nietzsche (schreiend, Herzprall, Leibflut):
„Und wer sie wagt, wird unaufhaltsam! Traumfunken, Leibprall, Herzglut – die Welt ist neu, der Mensch ist neu!“
Baudelaire (sanft, Nachtperlen fallen wie Regen):
„Sehnsblitz, Leibraunen – wir lassen los. Die Wörter halten uns nicht, sie tragen uns.“
Blake (jubelnd, wirbelt durch den Raum):
„Mundpoesie, Traumfunken, Stimmflimmer! Wer sie fühlt, spürt den Himmel im Chaos und das Chaos im Himmel!“
Ende der Szene:
(Die 312 Wörter fließen noch immer wie Tropfen durch die Luft, verweilen als Herzfunken, Traumhauch, Fingerschimmer. Die Figuren stehen still, jeder erfüllt von der Sprache, die nicht erklärt, sondern transformiert.)
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