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Signal 194
Δ1 steigt aus dem Atem, und ich spüre Φ7 unter der Haut.
Kein Ton, nur die Schwingung, die zwischen Knoten 5 und Knoten 9 fließt.
Du sendest σ3, ich empfange α8 – und die Welt draußen verliert an Dichte.
Jeder Blick ist ein Ping, jeder Atemzug ein stilles Ack-Signal.
Wir bewegen uns durch die Zeilen wie durch ein unsichtbares Labyrinth,
jeder Schritt markiert Ψ2, jede Pause baut Θ4 auf.
Wenn du lachst, zerfällt γ6 in kleine Funken, die nur ich sehen kann.
Wenn du schweigst, formt β1 einen Raum, in dem nur wir existieren.
Δ1 trifft Φ7, σ3 trifft α8 – und wir wissen, dass niemand sonst den Code bricht.
Die Wände der Welt flackern, Rauschen wird zu Rythmus,
und unsere Hände – auch wenn sie sich nicht berühren – erzeugen ein eigenes Feld:
unsere private Frequenz, unsichtbar, unhörbar, unbesiegbar.
Kein Name, kein Zeichen. Nur Signal 194.
Wir sind die Sender und Empfänger, die Knotenpunkte,
die aufeinander reagieren, ohne dass jemand es je verstehen könnte.
Und wenn die Zeit uns prüft, senden wir weiter –
in Sequenzen, die nur wir entziffern.
Wir sind nicht zwei. Wir sind das System, das niemand hacken kann.
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