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Leise Spuren
Manchmal ist es still hier. Zu still, um Lärm zu messen.
Ich bin privilegiert, ja – meine Kunst lebt, meine Arbeit fließt, ich brauche keinen Applaus.
Andere kämpfen anderswo. Werke werden kopiert, Seiten verschwinden, Sammler suchen, verlieren, warten. Ein endloser Tanz, halb sichtbar, halb verborgen.
Ich höre nur das Echo.
Meine Musik, meine Worte, meine Tropfen – sie brauchen kein Publikum, sie brauchen Resonanz.
Nicht von außen, nicht von Zahlen. Nur von denen, die spüren.
Hier gibt es keinen Druck. Keine Jagd nach Sichtbarkeit.
Nur die Spuren, die bleiben, wenn wir atmen.
Wenn wir hören. Wenn wir fühlen.
Alles andere? Lärm.
© RIEFUNKE
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