| |
ORDNUNG IM CHAOS
Ein Markt, der nur nachts existiert.
Lichter flackern wie Glühwürmchen in der Dämmerung.
Stände verkaufen keine Waren, sondern Momente: ein Atemzug, der länger bleibt, ein Gedanke, der nachhallt, ein Lachen, das man nicht vergisst.
Die Händler tragen Masken, die sich ständig ändern.
Manchmal sind es Tiere, manchmal geometrische Formen, manchmal nur fließendes Licht.
Niemand fragt nach Namen.
Niemand fragt nach Herkunft.
Alles, was zählt, ist, wer spürt.
In einer Ecke tanzt ein Kind, das keine Vergangenheit kennt.
Seine Füße schreiben Geschichten auf den Boden.
Die Geschichte bleibt, auch wenn das Kind verschwindet.
Andere folgen den Linien, andere brechen sie auf.
Alles ist in Bewegung, alles ist im Fluss.
Es gibt keine Regeln, nur Resonanz.
Wer zu viel versucht zu begreifen, verliert sich.
Wer einfach geht, fließt mit.
Und wer stehen bleibt, merkt plötzlich: er ist schon Teil der Nacht.
|
|