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Das teure Wasser
Ein Glas steht auf dem Tisch. Kristallklar, still.
Doch selbst das Wasser darin weiß: Es wird zu teuer verkauft.
Jeder Tropfen spürt den Preis.
Und leise, beinahe aus Trotz, beginnt es zu verdunsten.
Der Dunst steigt, tanzt durch die Luft, unsichtbar für die meisten.
„Ich geh dahin, wo niemand mich kauft“, flüstert es,
und hinterlässt nur die Erinnerung an seinen Glanz.
Die Welt schaut auf den Preis, nicht auf das Wesen.
Und während alle rechnen, verschwindet das Wasser, frei, unsichtbar, unbezahlbar.
RIEFUNKE
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