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PHOENIXFEUER
Es gibt Feuer,
die zerstören.
Und es gibt Feuer,
die bewahren.
Manchmal muss etwas brennen,
damit es nicht vergeht.
Asche ist nicht das Ende.
Sie ist Erinnerung
in anderer Form.
Ich sehe einen Vogel
über dem Meer.
Er fliegt nicht laut.
Er fliegt sicher.
Zwischen zwei Ländern
gibt es keinen Abstand
für Feuer.
Nur Wind.
Und selbst wenn Jahre
wie kalte Winter wirken,
bleibt unter allem
eine Glut.
Nicht sichtbar für alle.
Nicht erklärt.
Nicht laut.
Aber echt.
Ein Phoenix erhebt sich nicht,
um zu beweisen,
dass er lebt.
Er erhebt sich,
weil er immer
gelebt hat.
Und egal,
wer neben wem geht,
wer wohin gehört,
wer welchen Namen trägt —
Feuer erkennt sein eigenes Feuer.
Immer.
RIEFUNKE
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