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Fortsetzung: Das Mäuselabor – Der Aufstieg der Vorwissenden

Die elfte Generation war der Höhepunkt ihrer Forschungen. Milo und Lila hatten es geschafft, die grundlegenden Instinkte ihrer Art zu überlisten, die Natur zu übertreffen und ihren eigenen Weg zu erschaffen. Ihre Nachkommen waren vorwissend, der Beginn einer neuen Ära der Mäuse, die nicht mehr nur in Angst lebten, sondern in Überlegenheit.

Die Zeit der Flucht war vorbei. Jetzt begann der wahre Kampf: die Verteidigung und der Schutz ihrer neuen Welt.

Der erste Test

Eines Morgens, als der Wald in Nebel gehüllt war und die Sonne den Horizont nur schwach küssen konnte, trat eine Katze auf das Territorium der Mäuse – ein gewiefter Streuner, der den Wald schon lange durchstreifte. Doch Milo und Lila wussten bereits, dass der Feind sich näherte, noch bevor die Pfoten des Raubtiers den Boden berührten.

„Es ist da“, sagte Milo, seine Augen blitzten. „Genau jetzt.“

Lila nickte, sie konnte es fühlen. Die Katze war nah, ihre Bewegungen gut erkennbar, doch es war die Katze, die sich plötzlich unsicher fühlte. Ein flimmerndes Gefühl durchzuckte sie, ein seltsames Unbehagen, das sie nie zuvor gekannt hatte.

Milo hatte für diesen Moment eine „verwirrende Pheromonwolke“ entwickelt, die den Geruch der Katze in der Luft so stark veränderte, dass sie ihre eigene Spur verlor. Sie konnte nicht mehr unterscheiden, ob sie in Richtung der Mäuse oder weg von ihnen lief.

„Sie ist verunsichert“, sagte Lila leise, als sie die Katze beobachtete, die nun im Kreis lief, die Ohren gespitzt. „Das ist das Resultat unserer neuen Verbindung zu den Naturkräften.“

Die neue Generation von Mäusen hatte sich weit über die normalen Instinkte hinaus entwickelt. Ihre Sinne waren so fein abgestimmt, dass sie telepathisch miteinander kommunizieren konnten und die Wahrnehmung der Umwelt in einem Bruchteil einer Sekunde um Tausende von Faktoren erweitern.

Die Katze verließ schließlich den Wald, in einem Zustand des zweifelnden Misstrauens. Die Mäuse, jetzt mit den Kräften der Natur, ihre strategische Weisheit in den Genen, wussten, dass dieser Sieg kein Zufall war.

Die Menschheit kommt

Doch es war nicht nur die Natur, gegen die sie sich wappnen mussten. Auch die Menschen würden irgendwann entdecken, dass die Mäuse nicht mehr die unschuldigen, hilflosen Kreaturen waren, die sie einmal gejagt hatten.

Lila und Milo hatten Vorkehrungen getroffen. In einem geheimen Untergrundlabor, das sie tief unter den Baumwurzeln gruben, hatten sie eine Waffe entwickelt – ein nanotechnologisches Pheromon, das in der Lage war, alle elektrischen Signale im Umkreis von hundert Metern zu stören.

„Wenn sie uns finden“, sagte Milo, „werden sie uns nicht erkennen. Wir werden mit der Natur selbst verschmelzen.“

Die Menschheit hatte es geschafft, den Wald zu betreten. Doch die vorwissenden Mäuse waren schon einen Schritt weiter. Ihre Strategien und ihr Wissen hatten sie in den Schatten gestellt. In der tiefsten Dunkelheit des Waldes schufen sie die ultimative Verteidigung, indem sie die Zeit selbst zu ihren Verbündeten machten.

Mäuse, die die Zukunft schon sahen, fügten die Puzzle-Stücke der Welt zusammen. Sie entwickelten paranormale Kräfte: die Fähigkeit, schwache Energieströme zu manipulieren, sich unsichtbar zu machen oder in zeitlich verschobene Dimensionen zu springen. Ihre Gegner, die Jäger, konnten sich nicht vorstellen, was ihnen bevorstand.

Der Aufstand

Der wahre Test kam, als ein Technologie-Konzern versuchte, den Wald für ein weiteres Forschungsprojekt zu beanspruchen, ohne zu wissen, dass sie schon lange von den Mäusen beobachtet wurden.

„Wir müssen uns entscheiden“, sagte Lila. „Komm, Milo, wir beenden diese Geschichte hier.“

Die Mäuse planten den größten Angriff, den der Wald je gesehen hatte. Mit ihren neuen Fähigkeiten lenkten sie den Fluss der Zeit in ihre Richtung, veränderten die Realität in kleinen, unmerklichen Sprüngen. Und in einer einzigen Nacht, in der die Sonne sich plötzlich ganz verwirrt am Horizont auftürmte, begannen die Maschinen der Menschen zu versagen.

Alles, was blieb, war ein Waldboden, der im Rhythmus der vorwissenden Mäuse pulsiert – eine Erinnerung an die Ära, die sie anführten. Kein Tier, kein Mensch konnte sich ihrer Präsenz entziehen. Ihre paranormalen Mäuselinien waren nun die Herrscher des Waldes.

 

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