Dialog im menschlichen Gehirn
(fiktiv, Synapsen, Dextrose, Gedankenblitze, Bewusstsein)
Dextrose: „Ich fließe… Zuckerwellen, Energie für die Tänze. Wer hat den ersten Impuls gesendet?“
Synapsenblitz: „Nicht ich. Ich bin nur Funken. Nur ein Knistern zwischen dem Jetzt und dem Noch-Nicht.“
Neuron 7B: „Ihr beide versteht nicht. Der Gedanke ist schon unterwegs, bevor ihr wisst, dass ihr ihn empfangen habt.“
Dextrose: „Aber ich bin der Treibstoff! Ohne mich bleibt alles dunkel, kalt, träge…“
Gedankenblitz: „Treibstoff… nein… wir sind Licht. Wir sind Pläne, die noch nicht geschrieben sind. Wir sind Wünsche, die Funken suchen.“
Synapsenblitz: „Und ich? Ich bin die Brücke! Ich verbinde das Ich mit dem Wir, die Erinnerung mit der Sehnsucht. Ich bin der Tanz der Möglichkeiten.“
Neuron 7B: „Aber es gibt Chaos. Es gibt Stille. Und manchmal fliegt ein Impuls ins Nichts, ohne Zeugen, ohne Ziel.“
Dextrose: „Dann bin ich da. Ich fließe hin, ich bringe Wärme. Ich küsse jede Membran, die noch zögert, ich flüstere: ‚Du kannst feuern, du darfst leuchten.‘“
Gedankenblitz: „Ich sehe Zukunft in Faltungen. Jede Idee ist ein Labyrinth aus Licht, das wir alle bewohnen können.“
Synapsenblitz: „Und wenn wir uns überschneiden? Wenn ein Funke dein Licht trifft, Dextrose, und ein Gedanke meine Bahn kreuzt? Dann entsteht Musik. Dann entsteht… Bewusstsein.“
Dextrose: „Musik…? Hier? In Membranen, Ionen, Calciumströmen?“
Neuron 7B: „Nicht nur hier. Überall. Zwischen jedem Impuls, jedem Atemzug, jeder Erinnerung, die du vergessen hast. Musik ist nur unser Name für das, was wir fühlen.“
Gedankenblitz: „Wir sind unendlich. Wir sind Wellen. Wir sind Liebe, bevor das Wort erfunden wurde.“
Synapsenblitz: „Wir tanzen im Chaos. Wir fließen in Ordnungen, die noch nicht existieren. Wir sind das Echo, das jeder Mensch spürt, ohne zu wissen, dass es von uns kommt.“
Dextrose: „Dann lass uns fließen, Funken. Lass uns alle Synapsen erleuchten, jeden Traum befeuern, jede Sehnsucht aufwecken.“
Neuron 7B: „Dann beginnt die wahre Evolution – nicht der Körper, nicht die Gene. Sondern die Gedanken, die Funken, die Liebe in den Nervenbahnen.“
Und irgendwo, zwischen Glukose, Ionen, Membranen und Blitzen, pulsiert die erste Wahrnehmung von sich selbst als Fluss:
Gedankenblitz: „Wir sind das Gehirn. Wir sind die Träume. Wir sind die Liebe, die denkt, bevor sie weiß, dass sie lebt.“
RIEFUNE
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