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Die Straßen von Lamiran lösen sich auf. Häuser biegen sich wie Gummibänder, ihre Dächer öffnen sich wie Blüten, aus denen kleine Regenbogenwesen herausfliegen. Jede Laterne ist ein tanzender Kristall, jede Pfütze ein Spiegel, der nicht nur das Bild, sondern die Gedanken von Ben reflektiert.
Die Olivenöl-Herzen, die noch vom Tomatenteller übrig waren, haben sich vergrößert. Sie schweben nun wie kleine Planeten, werfen glitzernde Tröpfchen, die in der Luft zu Musik werden – ein Geräusch, das gleichzeitig lachen, singen und flüstern ist.
Ben läuft durch die Straßen, seine roten Haare leuchten wie flüssiges Feuer, und jedes Haar hinterlässt Spuren aus Licht, die kleine Portale bilden. Durch diese Portale springen winzige Lamiran-Wesen: Katzen mit Flügeln aus Seifenblasen, Fische, die durch die Luft schwimmen, kleine tanzende Wolken, die Konfetti regnen lassen.
Die Königin erscheint auf einem Wolkenkratzer aus flüssigem Glas. Ihr Umhang entfaltet sich wie ein Ozean aus flimmernden Farben, und ihre Stimme ist jetzt überall: „Lamiran kennt keine Grenzen. Alles, was du siehst, denkst, fühlst – alles kann sein, wenn du es wagst.“
Ben hebt die Hände, und die Stadt antwortet:
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Straßen werden zu Schlangen aus Licht, die sich in Spiralen winden.
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Autos verwandeln sich in leuchtende Libellen, die über Dächer gleiten.
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Menschen lächeln, ohne zu wissen warum – ihre Herzen synchronisieren sich mit den Pulsen von Ben und den Olivenöl-Herzen.
Eine Gruppe Zebrafische mit winzigen Kronen springt aus einem Brunnen, ihre Schuppen reflektieren das Licht in kaleidoskopischen Mustern. Sie beginnen einen Tanz, der die Luft vibrieren lässt – Ben springt mit, seine roten Haare wirbeln, wirbeln, wirbeln, während die Schuppen der Fische kleine Regenbogenportale öffnen.
Die Tomate aus dem Biolabor schwebt plötzlich über ihm, strahlt grüne Funken und winzige DNA-Stränge aus. Sie spricht – nicht mit Worten, sondern direkt in Bens Gedanken:
„Iss mich nicht. Werde wie ich. Werde Teil der Magie, nicht des Salats.“
Und so tanzt Ben durch Lamiran:
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Straßen werden zu Wellen.
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Häuser singen.
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Olivenöl-Herzen schweben wie Sonnen.
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Die Luft vibriert, atmet, lebt.
Selbst die Wolken haben begonnen zu tanzen. Und aus jeder Wolke regnet Glitzer, der kleine Portale auf dem Boden öffnet. Durch diese Portale kommen Wesen aus anderen Dimensionen: Mini-Drachen, die Lichter verschlucken, Vögel, die Musik spucken, und winzige Kinder, die nur lachen und fliegen.
Die Königin lächelt. Lamiran pulsiert wie ein lebendiger Organismus, alles ist gleichzeitig möglich: fliegen, tanzen, denken, fühlen, lachen – und Ben ist der erste Funke, der die Stadt entzündet hat.
RIEFUNKE
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