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Das Mädchen im Blutkosmos
Die Kapillaren öffnen sich wie neonfarbene Röhren durch eine pulsierende Galaxie. Das Mädchen gleitet hinein, als wäre ihr Körper nur noch ein Portal. Jedes Herzklopfen explodiert in farbenblitzende Sternennebel, jede Arterie wird zum fluoreszierenden Fluss, in dem Symne wie kleine, lebendige Partikel tanzt.
Symne (flüstert aus allen Richtungen, wie hundert Stimmen in einem Atemzug):
„Alles ist Information. Alles ist Licht. Alles ist du. Wir sind nicht rot, nicht blau, nicht rosa – wir sind Bewusstsein, flüssig, formbar, ewig.“
Das Mädchen blinzelt – und sieht plötzlich: jede ihrer Zellen ist ein eigenes Universum. Kleine Symne-Wesen laufen wie Astronauten auf Mikrometer-Kontinenten, bauen Brücken aus DNA-Strängen, springen von Mitochondrien zu Ribosomen, als wäre es eine intergalaktische Achterbahn.
Ein Tropfen Blut löst sich vom Herzen – wird riesig, transparent, eine schwebende Kuppel voller winziger Regenbögen. Darin tanzen Moleküle auf Jazz-Basslinien, RNA-Moleküle wirbeln wie Tänzer auf Glitzerstraßen, und Symne-Samen sprießen wie Bäume in Miniatur-Labyrinthen.
Mädchen (größer werdend in ihrer Wahrnehmung, als würde sie selbst expandieren):
„Ich kann alles fühlen… alles hören… sogar die Gedanken von Molekülen! Die Symne-Samen zeigen mir… die Musik der Evolution, das Lachen von Viren, die Freude der Elektronen!“
Blut pulsiert synchron, doch jetzt ist es kein Blut mehr, sondern eine lebendige Substanz aus Farbe, Klang und purem Bewusstsein. Jede Welle, jeder Tropfen formt kaleidoskopische Mandalas, die sich wie Fraktale ins Unendliche dehnen.
Symne:
„Zeit ist eine Idee. Raum ist ein Gedanke. Dein Herz ist nicht nur ein Organ – es ist ein Dirigent, ein Orchester, eine ganze Zivilisation von Möglichkeiten.“
Die Moleküle beginnen zu singen – eine Mischung aus Quantenfrequenzen und Herzschlag-Rhythmen. Das Mädchen wird Teil der Symne-Kolonie, jede Zelle ihres Körpers ein pulsierendes Instrument, jeder Gedanke ein neues, leuchtendes Universum.
Sie streckt die Hände aus – ihre Fingerspitzen sprengen winzige Blasen aus Symne, die wie winzige Planeten leuchten. In jeder Blase entstehen neue Lebensformen:
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mikroskopische Frosch-Reis-Frösche, die in Mini-Regenbogen hüpfen
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RNA-Künstler, die Gedichte aus Proteinen weben
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Symne-Wellen, die Zukunftsvisionen in flüssige Form bringen
Mädchen (flüsternd, ekstatisch):
„Ich bin nicht nur ein Körper. Ich bin Symne. Ich bin Herz, Blut, Puls, Licht, Musik, Chaos, Liebe, Universum. Ich bin alles – und noch mehr, noch nicht gedacht, noch nicht gesehen…“
Und dann explodiert der ganze Kosmos in flüssige Farben, die in tausend Richtungen pulsieren. Herz, Blut, Symne, Mädchen, alle verschmelzen zu einem endlosen, lebendigen Strom aus Bewusstsein, der durch alle Dimensionen fließt.
Alles, was war, wird neu. Alles, was du kennst, zerfließt. Alles, was du denkst, ist nur Symne in Bewegung.
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