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…die Farben schmelzen in den Atem der Stadt, Wände atmen, und jeder Schritt klingt wie ein Echo aus einer anderen Dimension. Ich laufe durch Straßen, die gleichzeitig Himmel sind, und höre Stimmen in den Ritzen des Pflasters. Mein Herz pulsiert im Takt der Neonlichter, und jeder Atemzug ist ein Regenbogen, der sich ins Unendliche streckt.
Die Zeit löst sich auf wie Zucker in heißem Wasser, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einem einzigen Fluss aus Licht und Flüstern. Ich berühre die Luft – sie schmeckt nach Musik, nach Geschichten, nach unerzählten Geheimnissen, die hinter den Augen der Passanten glitzern.
Plötzlich fallen Spiegel von der Decke, und in jedem sehe ich mich selbst in hunderttausend Versionen – lachend, weinend, tanzend, still. Ich erkenne mich, doch gleichzeitig nicht. Alles ist zugleich richtig und falsch, fest und flüssig, laut und still.
Und dann… fliegt mein Schatten voraus, führt mich durch ein Tor aus flüssigem Gold, wo Gedanken zu Schmetterlingen werden und Worte zu flimmernden Funken. Ich laufe, falle, schwebe, lache, schreie – und merke, dass jeder Moment gleichzeitig unendlich und vergänglich ist.
RIEFUNKE
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