Kapitel 5: Zebras im Alltag
Die Zebras hatten keine Hemmungen. Sie traten aus den Feldern, schlenderten über Gehwege, prüften Autos wie Schachfiguren, schoben Einkaufswagen in Supermärkten.
Ein Zebra in Köln setzte sich an ein Café, schnupperte am Milchkaffee eines Studenten, und der Student zuckte nur kurz zusammen – dann machte er Selfies. Ein anderes Zebra inspizierte das Rathaus, schob Akten hin und her, als würde es verstehen, welche Gesetze wichtig waren.
Die Menschen begannen zu murmeln: „Sind wir die Zuschauer oder die Statisten?“
Kapitel 6: Zebra-Politik
Im Landtag standen Zebras plötzlich auf den Stühlen der Minister. Einer legte ein Hufe auf den Rednerpult, schnaubte, und sofort wurde eine neue Regel beschlossen: „Jeder muss mehr Äpfel essen.“
Die Politiker standen ratlos daneben, versuchten zu reden, aber die Zebras wieherten im Takt – und alle Beschlüsse, die sie vorher verfasst hatten, wurden ungültig.
Die Medien brachten Schlagzeilen wie:
„Zebra-Krise: Rheinland wird schwarz-weiß!“
„Apfelgift greift weiter: 20.000 neue Bürger?“
„Politik im Galopp: Wer entscheidet hier eigentlich?“
Kapitel 7: Die Symbiose
Doch dann geschah etwas Merkwürdiges. Die Zebras begannen, den Menschen kleine Apfelstücke zu geben – als wollten sie zeigen: „Keine Angst. Wir sind hier, um zu lehren, nicht zu zerstören.“
Kinder lachten, Politiker staunten, Hundebesitzer hielten plötzlich Zebrastreifen-Leinen in der Hand. Und irgendwo, im Herzen des Rheinlandes, schien das Gift des Apfels nicht nur die Gene, sondern auch den Humor der Menschen verändert zu haben.
Das Feld war leerer geworden – dafür die Städte voller schwarz-weißer Kreaturen, die Ordnung in Chaos verwandelten.
RIEFUNKE
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