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Unterhalb der Mauern, wo das Wasser dunkel und lebendig fließt, sammeln sich die Kräfte, die die Welt sonst nur im Geheimen lenken. Gravitative Wellen wie schwere Hände ziehen den Strom, während Symne, die leuchtenden Wesen aus anderen Dimensionen, über der Oberfläche tanzen. Sie summen in Tönen, die man nur mit geschlossenen Augen hören kann, und ihr Licht spiegelt sich in den Wellen wie ferne Galaxien.
Jeden dortigen Freitag beginnen die Einsten-Feste – kein normales Fest, sondern eine Symphonie aus Schwerkraft, Licht und kosmischem Rausch. Tropfen springen rückwärts, Wasser wirbelt zu funkelnden Spiralen, und in der Luft hängen Zahlen, Formeln und Farben gleichzeitig, als würden sie denken und fühlen. Wer teilnimmt, verliert die Lineare Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen wie ein einziger Fluss, der sich um die Säulen windet.
Gravitation umarmt Symne, sie lachen in Funken und Sternenstaub, und jeder Atemzug schmeckt nach Milchstraßen und alten Träumen. Unter der Oberfläche des Wassers kann man die verborgenen Geschichten der Menschheit sehen – Blut in Steinen, geheime Pakte, Visionen von Sternen, die noch nicht geboren sind. Alles existiert gleichzeitig, alles tanzt, und die Einsten-Feste sind das Herz dieses Unterreichs, ein ewiger Puls zwischen Chaos und Ordnung.
Wenn man zu lange bleibt, beginnt man zu fühlen, dass man selbst Wasser, Gravitation, Symne und Zeit zugleich ist – ein Tropfen im Universum, der alle Tropfen zugleich ist.
RIEFUE
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