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Felix im fließenden Traummeer –
Felix spürt Druck.
Nicht irgendwo, nicht abstrakt – die Blase brennt wie eine Sonne hinter den Rippen.
Er wendet sich, dreht sich, die Decke glättet sich wie Wasser über einer Hand.
Jede Bewegung – ein Tropfen, der fällt, explodiert, glitzert.
Und plötzlich: flüssige Transformation.
Sein Bett wird Welle.
Die Matratze weitet sich, schwimmt, trägt ihn in ein endloses Blau.
Jede Faser seiner Haut ist Wasser, jede Pore ein Kanal für Strömungen.
Ein Fisch taucht auf. Blau, dann grün, dann glitzernd wie DNA.
„Komm“, flüstert er, Stimme wie Wellenschaum, „komm, vergiss Müssen. Fließe.“
Felix’ Blase drängt – physisch, surreal, existenziell.
Aber das Wasser hält, trägt, streichelt und zwingt ihn gleichzeitig, zu fließen ohne Zwang.
Er merkt: Druck und Freiheit sind dasselbe. Schmerz und Lust dasselbe. Realität und Traum dasselbe.
Er taucht.
Er wendet sich.
Der Fisch dreht Loopings um ihn, schickt winzige Strudel durch seine Beine, spielt, neckt, wirbelt.
„Alles ist Wasser“, sagt der Fisch, „alles ist Bewegung, jeder Impuls ein Tropfen im Orchester der Tiefe.“
Felix spürt die Grenzen seines Körpers auflösen.
Jeder Herzschlag – ein Wellenstoß, jede Atemluft – ein Unterwasserwirbel.
Blase? Vergessen. Körper? Vergessen. Nur noch Strömung, nur noch Musik, nur noch Licht unter Wasser.
Und während er taucht, schwebt, driftet, verschmelzen Realität und Traum:
Das Bett, die Blase, der Fisch, das Meer – alles ist ein einziger fließender Kosmos, pulsierend, atemlos, unendlich.
Der Fisch lacht. Kein Geräusch. Nur Bewegung.
„Du bist Wasser. Du bist alles. Du bist nicht Felix. Du bist Fluss.“
Felix lächelt – und für einen Moment existiert kein Müssen, nur das endlose Jetzt, das endlose Wasser, das endlose Leben zwischen Tropfen und Strömung.
RIEFUNKE
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