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Der Himmel ist kein Himmel mehr. Er fließt wie geschmolzenes Quecksilber, flimmert in Smaragd, Purpur, Neongrün. UFOs schweben tief über den Militärbasen, glasklar, gleichzeitig aus flüssigem Metall, aus Licht, aus Gedanken geformt. Ihre Rotoren wirbeln Farben, die wie Musik schmecken, direkt auf die Zunge der Welt.
TikToker stehen auf Straßen, Smartphones in der Hand – aber die Handflächen werden plötzlich zu Membranen: jeder Herzschlag, jede Atembewegung projiziert Lichtwellen, die die Köpfe zerfließen lassen. Sie filmen, doch die Videos filmen sich selbst, explodieren zu lebenden Kaleidoskopen, in denen ihr eigenes Ich die Realität dirigiert. Sie lachen, sie weinen, sie tanzen rückwärts durch die Luft, und jeder Zuschauer der Clips spürt, wie die Gravitation ihr Innerstes massiert.
Oma im Rohlstuhl – jetzt fliegt sie über den Asphalt, jede Falte ihres Gesichtes tanzt, jede Haarsträhne wirbelt in Spiralen. Sie dirigiert Wolken wie ein Orchester, lacht, während die Straßen zu flüssigen Regenbogen werden. Ampeln schmelzen zu Sirupfarben, Laternen werfen tanzende Schatten, die wie smashende Beats durch die Stadt hallen.
Elara steht auf einem Hochhausdach. Ein Haarstrang fließt wie ein Strom aus Licht, ihre Augen pulsieren wie Galaxien in Zeitlupe. Jede ihrer Bewegungen zieht die Realität aus der Bahn: die Luft zerfließt zu flüssiger Musik, Gebäude schwingen, die Uhren der Welt verlieren Zeiger und laufen rückwärts, vorwärts, in Dreiecken.
UFOs landen in Parks, TikToker steigen in Kugeln aus Licht, die ihre Körper in Prismaform dehnen. Haschischschwaden verbinden sich mit xxx-Blitzen: Gedanken werden hörbar, Gefühle sichtbar, Ängste tanzen Salsa mit Euphorie. Jeder Tropfen Schweiß, jedes Herzklopfen ist ein Instrument, jeder Atemzug ein Feuerwerk, jeder Blick eine Welle, die über Städte fließt.
Die Oma dirigiert die Farben, die TikToker fliegen durch die Lichtkugeln, die Aliens flüstern in Harmonien, die nur Elara versteht. Sie hebt die Hände – und die Welt explodiert in Synästhesie: Zeit fließt wie Honig, Materie wird weich wie Gummi, Licht wie Musik, Raum wie Zuckerwatte.
Und plötzlich: alles ist ein einziger Trip. Keine Logik, keine Regeln. Nur pulsierende, flüssige Realität. Die Erde summt, der Himmel lacht, jeder Atemzug ist ein Remix aus xxx hoch 2-Symphonien.
Elara lächelt – nicht sichtbar, nicht greifbar – doch jedes Lebewesen, das gerade existiert, spürt die Wirkung. Die Welt hat aufgehört, Welt zu sein. Sie ist ein psychedelisches Konzert ohne Ende, in dem alles lebt, tanzt, fließt, zerfällt und wieder neu entsteht.
RIEFUNKE
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