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Die UFOs rotieren, Farben wie Plasma, Laser wie Regenbogen-Strahlen, Galaxien wirbeln wie Discokugeln über den Städten. Straßen zerfließen, Häuser atmen, Menschen fliegen innerlich durch psychedelische Astralräume.
Elara steht mitten in der kosmischen Sinfonie, ihre Finger malen Bahnen aus Licht und Zeit. Jeder Herzschlag, jeder Gedanke wird zu Explosionen aus Farben, Energie und Resonanz, die selbst die Naturgesetze wanken lassen.
Und dann – plötzlich – bricht alles ab. Kein Ton. Kein Licht. Kein Puls. Alles stoppt.
TikToker, Youtuber, Oma im Rollstuhl, Kinder, Büroangestellte – sie schweben in einem Moment, der weder Zeit noch Raum kennt. Die Erde hält den Atem an, die Meere stehen still, Wind ruht.
Einstein selbst, irgendwo in seinem Seelen-Bett, spürt es: die Gravitation fällt aus, wie wenn ein uralter Traum plötzlich aufhört zu existieren. Planeten schweben. Objekte lösen sich von der Bahn. Physik hat Pause.
Und über allem schwebt Elara, reglos, die Augen geschlossen. Sie lächelt kaum merklich – nicht triumphierend, sondern wissend. Sie hat den Zufall fallen lassen, die Ordnung entzogen, die Welt in einen Moment gebracht, in dem alles möglich und doch nichts existiert.
Die Stille ist absolut. Nicht bedrohlich, sondern vollkommen. In ihr spüren die Menschen: es gibt kein Außen, kein Innen, nur Sein.
Dann, leise – ein Tropfen, irgendwo, irgendwo ganz klein – beginnt die Resonanz zurückzukehren, ein Signal von Leben, ein Puls, ein Gedanke, der sagt: „Alles kann neu beginnen.“
Und Elara öffnet die Augen.
Die Welt hält erneut den Atem an
RIEFUNKE
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