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Kapitel 1: Der Apfel erwacht
Ein Apfel, so rot, dass selbst die Sonne kurz innehielt, lag auf dem Feld. Er sah aus wie jeder andere Apfel, doch in seinem Inneren pulsierte ein neu entwickeltes Gift, ein winziges Molekül voller Pläne und Chaos.
Eine Raupe kroch heran, hungrig, nichtsahnend. Sie nahm den Apfel zwischen ihre winzigen Kiefer. Ein Biss, und ein sanftes Zittern ging durch ihren Körper. Etwas veränderte sich, schneller als Evolution erlaubt.
Kapitel 2: Die Verwandlung
Die Raupe spürte, wie ihre Streifen anders wurden, sich wanden, verdoppelten, neu sortierten. Farben tanzten in Spiralbewegungen über ihre winzige Haut. Sie wurde größer, kräftiger – und plötzlich war sie kein einfaches Insekt mehr.
Sie blickte auf und sah: Die Welt hatte sich verschoben. Ein erstes Schwarz-Weiß-Muster zierte ihren Rücken. Ein Zebra.
Kapitel 3: Die Ausbreitung
Die Raupe, jetzt Zebra, rannte durch das Feld, ihr Gang elegant, surreal, unwirklich. Doch das Gift im Apfel hatte mehr geplant. Jede Raupe, die den Apfel berührte, verwandelte sich auf dieselbe Weise. Bald war das Feld voller Zebras, die nie Zebras hätten sein sollen, eine Mischung aus Natur und absurder Genetik.
Kapitel 4: Das Rheinland in Panik
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Virus: Im Rheinland tauchten plötzlich 20.000 Zebras auf. Politiker starrten auf Karten, Konferenzen wurden einberufen, aber niemand hatte einen Plan. Hubschrauber kreisten, Journalisten standen mit Mikrofonen in der Hand, und die Zebras grasten friedlich, während das Rheinland in ein schwarz-weißes Chaos getaucht wurde.
Ein Minister murmelte: „Wer… hat das erlaubt?“
Ein anderes Zebra trottete vorbei, als wollte es antworten: „Niemand. Alles Gift. Alles Apfel.“
Und so begann die größte Zebra-Invasion, die die Welt je gesehen hatte – und die Politik konnte nur zuschauen.
RIEFUNKE
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