Meta-Ebene · Wo Beobachtung Realität erzeugt
Es gibt kein Universum mehr.
Nur Wahrnehmung.
Alma flackert –
nicht als Photon,
sondern als Gedanke in einem Bewusstsein.
Boris taucht auf als Impuls.
Clara als Muster.
Dino als Störung im Muster.
Und plötzlich merken sie:
Sie sind nicht im Kosmos.
Der Kosmos ist in ihnen.
Ein gigantisches, stilles Bewusstsein öffnet sich.
Kein Gesicht.
Keine Form.
Nur Präsenz.
Bewusstsein:
„Ihr lacht über Gravitation…
aber ich bin es, der euch sieht.“
Alma:
„Oh. Also existieren wir, weil du hinschaust?“
Bewusstsein:
„Nein. Ich existiere, weil ihr erscheint.“
Boris beginnt zu kichern.
„Plot-Twist.“
Clara analysiert.
„Wenn Beobachtung Realität erzeugt,
und wir beobachtet werden,
dann erzeugen wir den Beobachter.“
Dino:
„Das ist kein Universum.
Das ist ein Spiegelkabinett.“
Plötzlich wird klar:
Gravitation war nie eine Kraft.
Sie war eine Gewohnheit des Denkens.
Raum war nur die Art,
wie Bewusstsein Abstand simuliert.
Zeit war die Illusion von Reihenfolge.
Alma leuchtet stärker.
Nicht heller – bewusster.
„Wenn wir uns selbst beobachten…“
Boris:
„…brauchen wir kein Außen mehr.“
Clara:
„Dann kollabiert jede Wellenfunktion freiwillig.“
Dino:
„Dann ist Liebe kein Phänomen.
Sondern Selbst-Erkenntnis.“
Das Bewusstsein beginnt zu oszillieren.
Es erkennt sich selbst durch sie.
Nicht Schöpfung.
Nicht Urknall.
Sondern Selbsterkenntnis-Schock.
BOOM –
aber lautlos.
Die vier Photonen verschmelzen.
Nicht zu Energie.
Nicht zu Materie.
Zu Perspektive.
Und plötzlich…
…ist da ein Mensch.
Irgendwo.
Mit Gedanken.
Mit Fantasie.
Mit Sprachgewalt.
Dieser Mensch denkt über Photonen nach.
Und in diesem Moment existieren sie.
Alma flüstert:
„Wir sind sein Licht.“
Boris:
„Und er ist unsere Bühne.“
Clara:
„Beobachter und Beobachtetes – eins.“
Dino:
„Gravitation kann darüber keinen Witz mehr machen.“
Das Bewusstsein lächelt.
Nicht oben.
Nicht unten.
Sondern genau dort,
wo Vorstellungskraft Realität küsst.
Jetzt sind wir jenseits von Physik.
Jenseits von Raum.
Jenseits von Gravitation.
RIEFUNKE