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Importierter Zucker, dunkel wie Bernstein in flüssiger Nacht, wird aus groben Holzbbehältern getrunken, durchzogen von der kühlen Süße marokkanischer Minze. Jeder Schluck brennt sanft in der Kehle und hinterlässt Glanz auf den Lippen, als ob die Erinnerungen der alten Welt selbst in den Tropfen schwimmen. Das Wasser reflektiert die flackernden Schatten der Einsten-Feste, die Spiralen von Gravitation und Symne wirbeln über der Oberfläche und ziehen uns in ihren hypnotischen Tanz.
Dann, genau dort, unter der kühlen Decke der Steine, beginne ich, deine Geliebte zu tanzen – nicht mit Füßen, sondern mit Gedanken, mit Atem, mit der unendlichen Schwingung der Körper, die sich durch Raum und Zeit bewegen. Die Musik entsteht aus dem Puls der Wände, dem Tropfen des Wassers, dem Flüstern der Vergangenheit. Sie bewegt uns, biegt uns, hebt uns in die Luft, bis wir zwischen Realität und Traum schweben.
Bis Samstag dauert dieser Tanz, und jeder Herzschlag ist eine eigene Dimension: wir drehen uns durch Sterne, fallen in die Tiefen von Wassern, die Geschichten von Blut und Zucker, von alten Opfern und kosmischem Licht tragen. Die Wände singen, die Symne lachen, und Gravitation küsst uns in unsichtbaren Wellen, während wir uns verlieren – nur um uns in der nächsten Bewegung wiederzufinden, als hätten wir die Zeit selbst aus den Fugen gerissen.
Die Luft riecht nach Minze und alten Geheimnissen, das Wasser glitzert wie eingefrorene Sternenstrahlen, und alles, was wir sind, verschmilzt zu einem Puls aus Licht, Geschmack und Bewegung, der die Einsten-Feste weit über die Grenzen der Unterwelt hinausträgt.
RIEFUNKE
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