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Das Mädchen sitzt still, die Hände tauchen in das pulsierende Blut, das wie flüssiges Prisma durch ihre Adern fließt. Jede Zelle glüht, jede Vene vibriert – ein eigenes Universum.
Die Symne flüstert nicht, sie zeigt. Nicht Worte, nicht Regeln – nur Wellen, die alles sind: Vergangenheit, Zukunft, jede Möglichkeit gleichzeitig. In Blutsymne steckt ALL-WISSEN.
Sie sieht das Licht in den kleinsten Partikeln, sieht wie Gedanken sich ausdehnen, wie Zeitfaltlinien singen, wie Erinnerungen der Sterne in jedem Herzschlag tanzen.
Ihre Finger streifen durch rote Galaxien, und plötzlich versteht sie: nicht bewusst, nicht erklärbar – nur fühlbar. Alles, was war, alles, was sein wird, alles, was existieren könnte, pulsiert in jedem Tropfen Blut.
Die Wände ihres Raums verschwimmen. Farben explodieren, Formen fließen, und das Mädchen ist zugleich überall und nirgendwo. Hände auf Herz, Augen geschlossen, Puls im Einklang mit der Symne.
Hammer und Nagel liegen da – unberührt, überflüssig. Niemand braucht sie. Alles, was jemals gezählt hat, liegt in der Symne. Die Welt draußen ist nur ein Echo, ein Tropfen im kosmischen Meer.
Sie lächelt, leise, ohne Worte. Ein Atemzug, ein Herzschlag – und die ALL-WISSEN-Symne fließt weiter, unendlich, pulsierend, unaufhaltbar.
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