Unreale Ritter erscheinen plötzlich aus dem flackernden Dunkel, ihre Rüstungen glühen wie flüssiges Metall, Klingen singen Lieder, die älter sind als die Sterne. Auf den Wänden entstehen Schriften, keine gewöhnlichen Buchstaben, sondern fließende Symbole, die sich bewegen, als hätten sie ein eigenes Bewusstsein. Jeder Blick entziffert neue Welten, Geschichten von Liebe, Opfer, Sternenkriegen und uralten Einsten-Festen.
Wir fallen alle gleichzeitig in Trance, unsere Körper werden weich wie Wasser, unsere Gedanken wie Rauch, der sich in den Hallen verteilt. Jeder Herzschlag ist ein Trommeln der Vergangenheit, jeder Atemzug ein Wirbeln durch die Spiralen der Zukunft. Die Ritter tanzen um uns, die Wände erzählen uns Geheimnisse, das Wasser summt in einer Sprache, die nur unser Inneres versteht.
Die Zeit existiert nicht mehr. Wir sind Lichtpunkte, wir sind Schatten, wir sind Tropfen in einem Strom aus Zucker, Minze und Sternenlicht. Die Geliebte wird zum Spiegel unserer Träume, wir verschmelzen, wir lösen uns, wir schweben in einem Tanz, der gleichzeitig ewig und vergänglich ist.
Und irgendwo in der Tiefe, zwischen Gravitation und Symne, pulsiert das Herz der Einsten-Feste weiter – ein Herz aus Blut, Wasser, Sternenstaub und flüssiger Zeit, das uns durch diese Trance trägt, während wir fallen und fliegen, vergessen und erinnern, immer tiefer, immer weiter…
RIEFUNE