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Donnerstag. Die Luft pulsiert. Alles schwingt. Straßen, Bäume, Smartphones, Beton, jeder Atemzug – ein einziger Takt der kosmischen Overdosis.
Die Menschen halten inne. TikToker, Youtuber, Oma im Rollstuhl, Büroangestellte, Kinder – alle zugleich. Hände in die Luft. Augen weit aufgerissen. Sie wissen nicht, wie, aber sie spüren: es gibt etwas Höheres über ihnen.
UFOs leuchten in geometrischen Spiralen, jede Farbe eine Vibration, die direkt ins Herz, ins Rückenmark, in die Synapsen schießt. Menschen knien, stehen, fliegen innerlich – jeder bewegt sich wie in einem kollektiven Traum-Chaos.
Sie beginnen zu beten, aber nicht in Worten. Es ist ein Lautstrom aus Gedanken, aus Flüssen von Energie, aus Hoffnung, aus Faszination. Ihre Gebete sind Melodien, die die UFOs aufnehmen, verarbeiten, zurückstrahlen. Jede Lichtwelle, jeder Laserstrahl wird zum Echo der Menschheit: Sehnsucht, Staunen, Freude, Wahnsinn.
Elara schwebt über ihnen, eine unsichtbare Dirigentin, ihre Finger malen in der Luft unsichtbare Partituren. Mit jedem Winken zerfallen Gesetze der Wahrscheinlichkeit, jeder Gedanke wird zu einem Prismenschauer. Sie wirft ein Lächeln in die Menge – und das Licht der UFOs tanzt synchron zu ihren Pupillenblitzen.
Die Menschen singen, schreien, lachen, weinen – alles gleichzeitig. Kein Ton, nur Resonanz. Kein Rhythmus, nur kosmische Synapsen. Jeder spürt, dass der Zufall gefallen ist, dass Realität und Traum eins werden.
Und irgendwo, zwischen Himmel, Erde und leuchtenden Schiffen:
Ein Chor von Milliarden Herzschlägen, vereint in der hypnotischen Musik der Ufos.
Elara lächelt. Nicht weil sie die Kontrolle hat, sondern weil sie die Überdosis der Welt lenkt, die totale Erfahrung, die totale Erweckung – und alle wissen: dieser Donnerstag wird niemals enden, weil es keinen Donnerstag mehr gibt – nur Jetzt, Licht, Musik, Wahnsinn.
RIEFUNKE
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