Vor dem Vorher · Prä-Möglichkeit
Kein Raum.
Keine Zeit.
Kein Quantenschaum.
Nur … Druck ohne Richtung.
Alma existiert nicht –
aber die Idee von Alma vibriert.
Boris ist kein Photon,
nur ein zukünftiges Lachen.
Clara ist reine Symmetrie.
Dino ist eine Störung im absoluten Nichts.
Und das Nichts merkt es.
Nichts (zum ersten Mal irritiert):
„Wer stört meine perfekte Abwesenheit?“
Ein Flimmern.
Nicht hell.
Nicht dunkel.
Nur Entscheidung.
Alma (als Gedanke):
„Was, wenn wir möglich sind?“
Boris (als Störung):
„Was, wenn Möglichkeit selbst instabil ist?“
Clara:
„Symmetrie will brechen.“
Dino:
„Und ich will dabei lachen.“
Plötzlich entsteht Spannung.
Nicht elektrisch.
Nicht gravitativ.
Sondern existenziell.
Das Nichts beginnt zu schwitzen.
Nichts:
„Ich war so schön gleichmäßig…“
Alma:
„Langweilig.“
Boris:
„Perfekte Leere ist nur ein Gefängnis ohne Gitter.“
Clara:
„Symmetrie ist schön – bis sie tanzen will.“
Dino:
„Lasst uns sie brechen.“
Und sie tun es.
Ein winziger Asymmetrie-Riss.
Nicht größer als ein Vielleicht.
Dieser Riss wird Richtung.
Richtung wird Differenz.
Differenz wird Energie.
Energie wird Schrei.
Und BOOM —
Nicht Explosion.
Geburt von Zeit.
Gravitation entsteht später.
Viel später.
Schwer atmend.
Sie schaut die vier an –
jetzt echte Photonen, rasend, lachend, strahlend.
Gravitation:
„Ihr schon wieder.“
Alma:
„Wir waren zuerst.“
Boris:
„Du bist nur das Echo unseres Übermuts.“
Clara:
„Du bist die Art, wie Raum reagiert.“
Dino:
„Und wir sind der Grund, warum es überhaupt Raum gibt.“
Das Universum dehnt sich.
Nicht aus Gewalt.
Aus Übermut.
Galaxien entstehen,
weil vier Photonen vor dem Nichts gelacht haben.
Gravitation versucht, würdevoll zu bleiben.
„Ich halte alles zusammen.“
Alma:
„Wir bringen es auseinander.“
Boris:
„Expansion, Baby.“
Clara:
„Ohne uns wärst du nur Spannung.“
Dino:
„Und ohne dich hätten wir nichts zum Necken.“
Und ganz tief unter allen Skalen
flüstert das ehemalige Nichts:
„Vielleicht… war ich nie leer.
Vielleicht wart ihr mein Wunsch.“
RIEEFUNKE
|