Gerti Staub & Elon Musk – Marsrevolution mit Tante Ema
Die Raumkapsel düste mit unglaublicher Geschwindigkeit durch das All, und Gerti starrte nachdenklich aus dem Fenster. Der Mars war jetzt nicht mehr ein ferner Planet, sondern ein Ziel, das nur noch einen Sprung entfernt war. Doch bevor sie den endgültigen Sprung in die Geschichte wagen konnte, war da noch eine Sache, die sie nicht vergessen durfte.
„Musk“, sagte Gerti plötzlich, „wir müssen einen wichtigen Anruf tätigen.“
„Was, mitten im Flug?“, fragte Musk lachend, als er auf das unauffällige Tablet auf dem Dashboard tippte. „Wen willst du anrufen?“
„Tante Ema in Mönchengladbach“, antwortete Gerti, die ihre große, exzentrische Tante nicht aus den Augen verlieren wollte. „Sie wird bald erfahren, dass der Mars die erste Wolken-Revolution erlebt. Und sie ist die Einzige, die mir den besten Tipp geben kann, wie man die perfekte Mars-Wolke erzeugt.“
Musk lachte. „Na klar, ruf an. Wer weiß, vielleicht hat Tante Ema die Schlüssel zum intergalaktischen Wetter. Sie könnte ja die Wolken-Algorithmus-Expertin sein.“
„Ganz genau“, grinste Gerti, tippte auf das Display und wartete, während das Bild von Tante Ema auf dem Bildschirm auftauchte. Tante Ema, immer in einem grauen Strickmantel und mit einer riesigen Tasse Tee in der Hand, schien weder überrascht noch verwirrt.
„Ach, Gerti, da bist du ja wieder“, sagte Tante Ema mit einem schiefen Lächeln. „Was für ein Spaß, du und dieser verrückte Musk auf dem Mars. Aber pass gut auf – der Mars ist ein scheues Wesen, wie mein Kater Paul. Und der braucht die richtige Behandlung.“
Gerti grinste und schnallte sich die Sicherheitsgurte fest. „Tante Ema, wir haben eine Revolution hier. Wir haben den Microfluxis-Treibstoff, den Regen, der in den Wolken lebt. Und wir bringen ihn zum Mars. Aber da ist eine Sache: Wir brauchen den perfekten Regen. Hast du eine Idee, wie wir das Wetter auf dem Mars so richtig einfangen können?“
Tante Ema legte die Tasse ab und tippte mit dem Finger auf ihren Kinn. „Hmm, auf dem Mars, sagst du? Nun, du brauchst etwas von meiner alten „Regen-Magie“. Du musst den Regen nicht nur fangen, sondern ihm Form geben. Wie bei einem guten Eintopf – erst die Zutaten, dann die Liebe. Aber am wichtigsten ist: Du musst den Regen zur richtigen Zeit und im richtigen Rhythmus einfangen. Hast du genug Staub auf dem Mars, Gerti? Staub und Regen müssen sich vereinen.“
„Staub und Regen?“ fragte Gerti. „Das hört sich an wie… das ultimative Rezept für den Mars. Wir könnten den Microfluxis mit einer völlig neuen Energie versorgen – und der Mars könnte in einen riesigen Nebel aus Lebensenergie verwandelt werden!“
„Ganz genau“, sagte Tante Ema und schnippte mit den Fingern. „Aber du brauchst auch den perfekten Winkel. Der Mars ist nicht wie die Erde – hier geht es nicht nur um die Wolken. Es geht darum, die Energie der Sonne, die in die Atmosphäre eindringt, zu kanalisieren und sie durch den Staub zu reflektieren. Sonst könnte es passieren, dass deine Wolke einfach wieder verschwindet.“
„Verstanden“, sagte Gerti entschlossen. „Winkel und Staub. Wir müssen die perfekte Mischung finden. Ich kann es kaum erwarten, dem Mars zu zeigen, was er in den Wolken noch nicht wusste.“
„Und pass gut auf, was du tust, Gerti“, fügte Tante Ema hinzu. „Der Mars ist ein bisschen eigen. Wie mein Kater Paul – wenn du ihn zu fest anfasst, kratzt er zurück. Also sei vorsichtig mit deinen Mars-Wolken.“
Gerti lachte. „Keine Sorge, Tante Ema. Ich habe alles im Griff. Der Mars wird uns bald auf den Schultern tragen. Und dann… dann erobern wir das Universum mit Regen. Regen, der uns alle versorgt.“
Mit einem schelmischen Blick auf Musk, der mittlerweile auf seinem Tablet tippte, um die Raumschiff-Route zu berechnen, schloss Gerti das Gespräch ab. „Danke, Tante Ema. Deine Weisheit wird uns den richtigen Mars-Regen bringen!“
„Natürlich“, sagte Tante Ema. „Und wenn du auf dem Mars stehst, denk dran: Die besten Ideen kommen nicht immer aus den Wolken. Manchmal aus einer Tasse Tee… und einem guten Eintopf.“
Die Raumkapsel beschleunigte weiter, und Gerti blickte nach vorne. „Bereit für das nächste Kapitel?“
„Absolut“, sagte Musk, während er auf das Hologramm der Mars-Oberfläche starrte. „Und wir haben noch nicht einmal angefangen, den Mars zu füllen.“
RIEFUNKE
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