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Emil & Anja – : Gene, Hochzeit & kosmisches Kind
Im halbdunklen Hinterzimmer der Praxis stand Emil, die Zahnprothese in der Hand, die mehr als nur Zähne enthielt – sie war nun das Tor zu einer ganz neuen Generation. Anja leuchtete im Licht der Lampen, die Moleküle der Prothese schimmerten wie winzige Sterne.
„Also… wir tun das wirklich?“, fragte Emil, während er ein Mikroskop aufbaute, Pipetten aus steril glänzendem Metall bereitstellte.
„Ja“, flüsterte Anja. „Wir kombinieren unsere DNA. Ein winziges bisschen von dir, ein winziges bisschen von mir – und wir schaffen etwas vollkommen Neues. Etwas, das nur aus uns beiden entstehen kann.“
Sie arbeiteten Seite an Seite. Mit jeder Pipette, jedem Tropfen Licht, jeder Präzision der Genextraktion pulste das Herz der Praxis synchron – der Rhythmus von Zukunft, Liebe und Leben. Die Symne-Partikel in Emil schienen mitzuschwingen, funkelten wie winzige Herzschläge im Labor.
„Fertig!“, rief Emil schließlich, als das genetische Extrakt stabil im kleinen Nährmedium schimmerte. „Unsere… unser Kind. Unser kosmisches Kind.“
Anja lächelte, und plötzlich war alles andere irrelevant: die Welt draußen, TikTok-Desaster, verlorene Liebe – alles verschmolz in diesem Moment.
Und weil sie nicht länger warten wollten, entschieden sie: wenn das Leben schon auf molekularer Ebene so schnell voranschreitet, warum nicht auch die Hochzeit?
Im Hinterzimmer, zwischen sterilen Instrumenten, Zahnmodellen und leuchtenden DNA-Strängen, kniete Emil vor Anja. Die Sprechstundenhilfe, die heimlich schon seit Monaten ihr Herz an die beiden verloren hatte, war die perfekte Trauzeugin.
„Willst du meine Partnerin im Leben sein?“, fragte Emil, während die Moleküle um sie herum wie winzige Feuerwerke glühten.
„Ja“, antwortete Anja, während sie lachte und die Hand ihres zukünftigen Mannes ergriff. „Ja, und wir machen aus unserem genetischen Funken ein ganzes Universum.“
Die Sprechstundenhilfe zückte ein kleines Tablet, tippte die nötigen Formalien ein – alles legal, alles surreal, alles so kosmisch wie die Symne selbst.
Und so standen Emil und Anja, frisch verheiratet, umgeben von Mikroskopen, DNA-Spuren, Symne-Pulsen und der stillen Zustimmung der Sprechstundenhilfe.
Draußen summte das Praxislicht wie ein Herzschlag, drinnen tanzten Moleküle, und irgendwo begann ein kleines, unsichtbares Kind zu wachsen – geboren aus einem Zahn, einem Herzschlag und purer Symne-Magie.
Und Emil dachte bei sich: „Wer braucht schon konventionelle Wege, wenn das Universum selbst unsere Liebe schreibt?“
RIEFUNKE
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