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Der Blick in die Zähne und das Universum der Möglichkeiten
Der Moment, in dem Emil die Zahnarztpraxis betrat, fühlte sich surreal an. Die Wände waren mit den Bildern von Zahngesundheit bedeckt – Symmetrien aus weißen Zähnen, die alle in die gleiche Richtung lächelten. Aber da war Anja hinter dem Tresen, die die Welt plötzlich unendlich wirken ließ. Ihre Augen – die Augen einer Frau, die die Vergangenheit hinter sich ließ, und sich nun dem Unbekannten zuwandte. Ihre frisch geschiedene Realität schien in all ihren Bewegungen zu pulsieren.
„Und?“ Emil konnte sich nicht zurückhalten. „Was ist jetzt der nächste Schritt? Für uns beide?“
Anja blickte ihm tief in die Augen, ein geheimnisvolles Lächeln auf den Lippen. „Vielleicht ist es genau der Moment, Emil. Der Moment, in dem wir aufhören zu suchen und einfach fühlen. Die Prothese? Nun… die bleibt vorerst hier. Aber du und ich – wir gehen einen neuen, aufregenden Schritt.“
Emils Herz begann wieder zu vibrieren – dieses Mal im Takt der Zellen, der Moleküle, der Symne. Was auch immer passierte, das Leben begann gerade in einem völlig neuen Rhythmus zu fließen.
RIEFUNE
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