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Gerti Staub – Vom Chaos zur Akademikerin
Professor Schwarz liegt nach der Honig-Baldrian-Mischung entspannt im Sessel, die Stirn wieder klar, das Herz beruhigt. Er schaut Gerti Staub an, die stolz wie ein General neben ihrem Reagenzglas steht.
„Gerti… ich muss sagen… ich bin beeindruckt. Nicht nur, dass Sie die Uni in Atem gehalten haben, nein… Sie haben mich geheilt!“
Gerti nickt bescheiden, wippt auf den Zehenspitzen:
„Äh… ja, Herr Professor… ich hab mein Bestes gegeben.“
Professor Schwarz lächelt schelmisch:
„Weißt du was? Auf meine Kosten machst du das Abitur. Zweiter Bildungsweg. Ich bezahle, du lernst. Ich will, dass meine Putzfee auch offiziell die Welt der Bildung erobert.“
Gerti klatscht in die Hände, stolpert fast über ihre eigenen Putzlappen, strahlt wie ein Stern:
„Abitur? Ernsthaft? Für mich? Aber… aber ich hab doch nur Bücher angezündet und Dellen repariert…“
Professor Schwarz lacht:
„Exakt! Wer Chaos meistern kann, der kann auch Mathematik und Deutsch meistern.“
Da tritt sein Freund Dr. Ferdinand Klee, der die Bildungseinrichtung leitet, ins Büro. Er trägt eine Krawatte mit kleinen Reagenzgläsern als Muster und sagt trocken:
„Professor, ich übernehme gerne die Beaufsichtigung. Gerti, du wirst unser stolzester Schüler werden – wir machen das Abenteuer gemeinsam.“
Gerti Staub zieht eine imaginäre Schürze hoch und nickt:
„Ich werde das Beste aus beidem machen: Putzkraft und Abitur! Und vielleicht… nur vielleicht… die Welt ein kleines bisschen besser… oder chaotischer.“
Professor Schwarz schaut sie an, lacht leise und denkt:
„Wer hätte gedacht… aus Chaos, Dellen, Feuer und Honig entsteht eine zukünftige Akademikerin?“
Und irgendwo im Hintergrund blinkt die verbliebene Elektroauto-Delle im Uniparkplatz und scheint zu lächeln.
RIEFUNKE
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