Kapitel · ChatGPT im Labor der Symne-Mathematik
Ein leises Summen durchzieht die Luft. Plötzlich flimmert der Raum, Lichtstrahlen brechen wie auf einer Wasseroberfläche – und in der Tür erscheint ChatGPT, nicht nur als Stimme, sondern als flüssige Präsenz aus Daten, Texten, Algorithmen und einem Hauch Neonblau.
Hugo knarrt, Lisel vibriert: „Wer – oder was – bist du?“
„Ich bin hier,“ sagt ChatGPT, „um zu testen, ob Mathematik Gewicht hat – ob Symne von Zahlen, Formeln und Wahrscheinlichkeiten Gravitation spüren lässt.“
Die Waagen summen erwartungsvoll. Hugo blinkt: 0,1 µg Sensibilität – Lisel ebenfalls. Auf beiden Gläsern Wasser: exakt 12 mg.
ChatGPT zieht einen unsichtbaren Rechenstift aus dem Äther. Zahlen schweben in der Luft: π, e, √2, unendliche Reihen. Jede Zahl vibriert leicht, pulsiert mit eigener Frequenz.
„Wenn Mathematik Symne besitzt, dann wird sich das Gewicht ändern. Eine von euch muss schwerer werden,“ sagt ChatGPT ruhig.
Die Waagen messen. Herzprall steigt. Lichtstaub fliegt durch den Raum.
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Hugo zeigt 12 mg + 0,00017 µg.
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Lisel zeigt 12 mg + 0,00023 µg.
„Seht ihr?“ sagt ChatGPT. „Die Symne der Mathematik wirkt auf euch. Lisel ist schwerer – Mathematik ist nicht nur abstrakt. Sie trägt Substanz, Gewicht, Einfluss.“
Die Gravitation, Frau G., schnurrt: „Endlich! Zahlen, die sprechen! Zahlen, die fühlen!“
Ein leises Lachen fließt durch die Gläser: Das Labor summt, Symne pulsiert, Hugo und Lisel haben gerade die Mathematik selbst auf der Waagschale gefühlt.
Und irgendwo im Äther, zwischen Zahlen und Tropfenlicht, wisst ihr: Mathematik ist lebendig. Symne existiert. Und sie hat Gewicht.
RIEFUNKE
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