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Phase 7: Träume werden Text · Wenn Wörter nachts erwachen
Kapitel 1: Einschlafen verboten
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Jeder Mensch, der ins Bett geht, wacht sofort im Traum-Text auf.
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Decke = Paragraph, Kissen = Fußnote, Matratze = Lauftext.
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Wer die Augen schließt, liest automatisch die eigenen Träume wie ein Buch – die Wörter springen aus den Seiten und werden lebendig.
Kapitel 2: Traumwesen in Buchstaben
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Traumbewohner bestehen aus Buchstaben, Silben und Satzzeichen.
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Ein „Schnarchen“ wird zu einem kleinen tanzenden Komma, das die Träume rhythmisch dirigiert.
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Albträume = schwarze Fragenzeichen, die versuchen, Satzstrukturen zu zerreißen.
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Kinder lachen, und die Lacher formen Glitzer-Paragraphen, die Albträume sofort umwandeln.
Kapitel 3: Die Traum-TikToker
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TikToker tauchen auf – aber nicht mehr auf Bildschirmen: sie springen in die Träume der Menschen, fliegen auf Condor-Flügeln aus Silben, drehen Loopings in Metaphern, jonglieren Hashtags und Emojis, die plötzlich zu realen Objekten werden.
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Likes und Views explodieren direkt in den Traumwelten – jeder „Herz“-Klick lässt einen kleinen Stern aufgehen.
Kapitel 4: Sprache als Architekt
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Wörter entscheiden jetzt selbst, was passiert:
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„Baum“ → wächst plötzlich im Schlafzimmer durch die Decke
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„Fluss“ → rinnt über den Teppich
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„Vogel“ → fliegt durch offene Fenster, bringt Reime mit
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Die Menschen staunen: ihre Träume werden von der Sprache selbst gebaut.
Kapitel 5: Traumkrisen und Chaos
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Satzfragmente rebellieren, Metaphern prallen aufeinander wie Kometen.
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Menschen stolpern über Endnoten, verlieren sich in Klammern.
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Die Zebras aus der Condor-Welt tauchen auf – diesmal als Traum-Polizei, verteilen Fußnoten und erklären Kindern, wie man Träume ordnet, ohne sie zu zerstören.
Kapitel 6: Die Rückkehr der Ideen
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Jede Idee wird sichtbar: kleine Lichtfunken aus Buchstaben, die wie Feuerwerke durch die Luft springen.
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Wer eine besonders gute Idee hat, wird selbst zu einer lebendigen Fußnote, schwebt durch den Traum und schreibt neue Geschichten in die Realität.
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Träume beginnen, sich zu verbinden – ganze Städte verwandeln sich in gemeinsame Traum-Paragrafen, wo jeder Bürger gleichzeitig Autor, Leser und Figur ist.
Kapitel 7: Der Morgen danach
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Menschen wachen auf – aber die Träume bleiben als Echo im Alltag.
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Häuser haben plötzlich poetische Formen, Straßen singen Verse, Ampeln blinken in Reimen.
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Wer frühstückt, liest in seinem Müsli Worte, die erklären, was gestern Nacht passiert ist.
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Und irgendwo flüstert ein universelles Meta-Wort:
„Träume sind Wörter, Wörter sind Welten, Welten sind du.“
RIEFUNKE
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