Kapitel 11: Berliner Rattenchaos & Seifenblasen-Spektakel
Die Straßen der Stadt bebten. Nein, nicht wie gewöhnlich, sondern wie ein orchestriertes Durcheinander aus Fell, Sekt und Seifenblasen. Die fettesten Ratten Berlins – jene, die schon mit U-Bahn-Tickets bezahlen konnten, bevor es sie gab – hatten den betrunkenen Pastor Flöckchen auf ihren Rücken geschnallt.
Pastor Flöckchen schwankte, lallte Psalmen und Prost, während die Rattenmassen eine triumphale Parade ins Rathaus veranstalteten. Jede Ratte trug Mini-Hütchen, manche sogar winzige Sonnenbrillen, und zwitscherte:
„Wir regieren jetzt! Wir sind die Könige der Gullis! Wir tanzen auf Äpfeln!“
Die Kinder der Stadt hatten sich längst in den Straßen gesammelt, Teller in der Hand – nicht für Essen, sondern für Seifenblasen. Mit jeder Bewegung ihrer Arme entwich eine Armee schimmernder Kugeln, die wie kleine Regenbögen durch das Rattenchaos schwebten.
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Eine Ratte rutschte über eine Seifenblase und landete elegant auf dem Rathausdach.
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Pastor Flöckchen schrie: „Mehr Sekt! Mehr Seifenblasen!“ und wurde prompt von einer Ratte mit militärischer Präzision auf das Rednerpult gehievt.
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Die Zebras der Stadt, zuvor in friedlicher Petersilie-Meditation, wichen tänzelnd aus, ihre Hufe spritzten Sektfontänen in die Menge.
Die Presse war überfordert. Drohnen taumelten, Kameras schwebten in Seifenblasen und das Live-Ticker meldete simultan:
#Ratten übernehmen Berlin
#PastorFlöckchenaufRücken
#SeifenblasenChaos
Die fettesten Ratten hielten den Pastor in Balance, während sie auf Mini-Podesten über das Rathaus marschierten. Kinder hüpften hinterher, ließen Seifenblasen explodieren, und die Blasen regneten wie glitzernde Diamanten auf das Dach des Rathauses.
„Wir machen keine Politik!“, rief eine Ratte, die aussah wie der Finanzsenator.
„Wir machen Kunst! Chaos-Kunst!“
Plötzlich flogen Omeletts von Balkonen, als spontanes Buffet, und Petersilie regnete von den Laternenmasten – dekorativ, aber unvermeidlich klebrig.
Pastor Flöckchen, nun leicht taumelnd, erhob sein Glas und rief:
„Für die Freiheit! Für die Ratten! Für die Seifenblasen!“
Die fettesten Ratten machten eine Ehrenrunde, das Rathaus bebte im Takt, Kinder lachten, Zebras wieherten, und irgendwo in der Ferne rollte Egbert von Dotterhausen, das Bürgermeister-Ei, wie ein stiller Zeuge über die Pflastersteine, die sich unter dem Gewicht des Chaos leicht bogen.
Am Ende des Tages waren nicht nur Sekt, Omeletts und Petersilie verteilt, sondern auch die absolute Erkenntnis: Wer glaubt, Berlin kennt Chaos, hat noch nie Ratten, Pastor, Seifenblasen und Zebras gleichzeitig gesehen.
Und die Stadt? Sie liebte es.
RIEFUNKE
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