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Psychadelische Aldi-Kassenschlange
Vor mir ein älterer Herr,
seine Zahnprothese tanzt – ein kleiner Herzfunken, fällt auf den Boden.
Ein Tropfen Traumglühen springt auf den Linoleumboden,
leibprickel durchzieht die Schlange.
Hinter mir vier Kinder, Lachen wie Nachtperlen,
die Mama summt leise, versucht Ordnung – vergeblich.
„Papa’s Zähne liegen auf dem Boden!“
Herzglut in jedem Blick, Fingerschweif über die Plastiktüten,
die Welt verdreht sich kurz, absurd, schön.
Die Schlange – zehn Menschen, Atem aus Pause und Schmunzeln,
vergessen Brot, Käse, Einkaufslisten.
Alles pulsiert, Nachtflut zwischen Kassenpiepsern und LED-Licht,
Mundraunen fließen, kleine Explosionen der Realität.
Jemand bückt sich, hebt die Zähne,
trägt sie wie einen Schatz durch Neonlicht.
Und während Herzprall, Leibflut und Traumfunken tanzen,
fühlt sich die Welt an, als wäre sie ein Kokon aus Lachen, Licht und Chaos.
RIEFUNKE
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