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Titel: Herr Friedrich geht beichten
Herr Friedrich Sommerfeld betritt die Kirche, die alten Türen knarren leise. Er geht direkt zum Beichtstuhl, an dem Pater Ignatius, ein Mann mit sanften Augen und einem Bart, der schon mehr Geschichten gesehen hat als die Kirchenbänke, sitzt.
Friedrich (leise, fast verschämt): „Pater… ich weiß nicht weiter. Ich möchte heiraten… und vielleicht fünf Kinder bekommen. Was soll ich tun?“
Pater Ignatius (lächelt): „Fünf Kinder, sagst du? Mein Sohn, das ist keine kleine Aufgabe. Das Herz muss groß sein, die Geduld endlos und der Kaffee stark.“
Friedrich: „Ja, aber ich kenne niemanden… ein ordentliches Mädel, das so etwas will… Pater, können Sie mir helfen?“
Pater Ignatius lehnt sich zurück: „Weißt du, manchmal findet man die Richtige nicht, indem man sucht. Man findet sie, wenn man lebt. Aber… ich kenne jemanden, der freundlich, klug und vielleicht ein bisschen abenteuerlustig ist. Sie heißt Clara Weiss und arbeitet in der Stadtbibliothek. Sie liebt Kinder, Ordnung und Geschichten.“
Friedrich (hoffnungsvoll): „Clara Weiss… Bibliothek… klingt perfekt. Aber wie spreche ich sie an?“
Pater Ignatius (zwinkert): „Mit Aufrichtigkeit, Mut und einem Lächeln. Und denk dran: Ein guter Vorschlag ist besser als tausend leere Worte. Sag ihr, dass du ein Herz hast, das bereit ist, zu lieben – und dass fünf Kinder für dich ein Abenteuer, kein Problem sind.“
Friedrich nickt, fühlt sich erleichtert. „Danke, Pater. Ich werde mutig sein. Vielleicht beginnt mein Leben gerade erst richtig.“
Pater Ignatius lächelt weise: „Geh, mein Sohn. Und vergiss nicht: Die Liebe ist wie ein Samen – sie wächst, wenn man sie pflegt.“
RIEFUNKE
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