Kapitel 9: Übernachtung in der Kanzel – Lebensmittelregen und Bischofs-Erscheinung
Die fünf Kinder hatten sich in der Kanzel eingerichtet, jeder auf einem fliegenden Kissen aus alten Bibeln und glitzerndem Konfetti. Sie lachten leise, während die Tropfen des Regens wie kleine Kristalle gegen die Kirchenfenster klopften.
Plötzlich glitt eine Tafel lautlos durch den Raum, balancierte auf magischen Scharnieren und brachte Lebensmittel: Brote, Käse, fliegende Melonen, dazu Orangensaft in glitzernden Gläsern, die wie kleine Sonnenscheiben funkelten.
„Ahhh, endlich Frühstück im Himmel der Kirche!“, rief ein Kind und kippte fast über das fliegende Croissant.
Draußen auf dem Vorplatz raste ein leiser, mystischer Wind durch die alten Türen – und plötzlich erschien der Bischof. Sein Umhang wirbelte, die Augen glänzten, und in der Hand hielt er ein goldenes Fernglas, als hätte er gerade die Zukunft selbst durch ein kosmisches Portal gesehen.
„Ich… ich habe es im Traum wahrgenommen!“, rief der Bischof. „Fünf Kinder, UFOs, fliegende Pizza, Geburtsurkunden – Chaos pur! Ich muss sofort eingreifen!“
Friedrich und Clara starrten ihn an, während die Kinder die Lebensmittel balancierten, Melonen jonglierten und über die Kanzel sprangen.
„Bischof…“, begann Friedrich, „sie übernachten hier… warten auf Pater Ignatius… wir wissen nicht, wann er zurückkommt…“
Der Bischof nickte, ließ seinen Blick durch die fliegenden Kinder, die schwebenden Bücher und die glitzernden Orangensaftgläser schweifen. „Perfekt. Dann werde ich die Ordnung… auf meine Art herstellen.“
Die Kinder kicherten, als ob sie die Worte verstanden und gleichzeitig ins Chaos übersetzt hätten. Eine Melone flog knapp am Bischof vorbei und landete elegant in einem der Orangesäfte, der daraufhin in Regenbogenfarben schimmerte.
Clara flüsterte zu Friedrich: „Siehst du? Das ist das Chaos, wie es sein soll. Lebensmittel, Träume und Bischöfe – alles gleichzeitig.“
Friedrich nickte, während die Kirche zu summen begann. Die Kinder kuschelten sich in ihre fliegenden Kissen, Orangensaft glitzerte in der Luft wie Sterne, und der Bischof stellte sich inmitten dieses orchestrierten Chaos auf, bereit, das surrealste Kirchenritual aller Zeiten zu leiten – bis Pater Ignatius aus seinem Urlaub zurückkehrt.
Und draußen auf dem Marktplatz summten die UFOs leise, als wollten sie sagen: „Das ist erst der Anfang.“
RIEFUNKE
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