Kapitel 8: Die Kirche ohne Pastor – Chaos auf himmlischer Urlaubsreise
Der Bürgermeister stapfte mit hochrotem Kopf über den Marktplatz, hinter ihm folgten Friedrich, Clara und die fünf Kinder, die wie kleine Sterne über dem Pflaster schwebten, jeder Schritt begleitet von winzigen Lichtfunken und dem Duft von geschmolzenem Käse.
„Ihr müsst mit mir in die Kirche!“, rief der Bürgermeister, die Geburtsurkunden fest in der Hand. „Nur dort kann alles korrekt registriert werden!“
Die Kinder schwebten vor Freude, lachten, flogen durch Regenbögen aus Pizzastücken und schwangen dabei Mini-Bücher wie Schwerter. „Wir kommen, wir kommen! Chaos! Magie! Melonen!“
Aber als sie die Kirchentüren aufstießen, war die Überraschung groß: Pater Ignatius war nicht da. Kein leises Schnarchen, kein murmelndes Gebet, keine Bartbewegung – nur das Echo der leeren Beichtstühle.
Clara starrte auf den Altar, ihre Brille glitzerte, als hätte sie gerade die Milchstraße im Augenwinkel entdeckt. „Er… ist nicht im Himmel. Er ist… im Urlaub.“
Friedrich schluckte. „Urlaub?! Aber… wir brauchen ihn doch!“
Der Bürgermeister riss die Geburtsurkunden hoch, die Kinder drehten Loopings in der Luft. „Wenn der Pastor nicht da ist, wer… wer bescheinigt dann die Geburt der fünf Sterne vom Siebengestirn?“
Ein Kind, das auf einem fliegenden Bücherstapel balancierte, deutete auf die goldene Kanzel. „Vielleicht müssen wir selbst registrieren! Wir sind doch galaktisch autorisiert, oder?“
Friedrich schluckte. „Ich… ich weiß nicht, ob das Bürgeramt dafür bereit ist…“
Clara grinste, während eine Melone elegant um ihren Kopf kreiste. „Vergiss das Bürgeramt. Heute schreiben wir die Regeln neu. Chaos, Tanz, Pizza und kosmische Geburtsurkunden – alles in einem Schritt.“
Die Kinder jubelten, die Kirche begann leise zu vibrieren, als würde sie sich auf eine magische Prozedur vorbereiten. Die Geburtsurkunden schwebten wie Papierdrachen über dem Altar, bereit, vom ersten selbsternannten „galaktischen Pastor“ – einem der fünf Kinder – registriert zu werden.
Der Bürgermeister seufzte, Friedrich hielt Claras Hand, und draußen auf dem Marktplatz summten die UFOs im Takt eines kosmischen Beats. „Wenn das so weitergeht…“, murmelte er, „brauchen wir bald kein Bürgeramt mehr – nur noch Pizza, Chaos und Kinder vom Siebengestirn.“
RIEFUNKE
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