Tante Gune und der wütende Hahn
Kaum hatte Lena ihr Omelett-Date verdaut, klingelte das Telefon. Auf dem Display blinkte: „Osnabrück – Tante Gunde“.
„Lena! Du musst SOFORT kommen!“, rief Tante Gunde, kaum dass Lena den Hörer abnahm. „Ich habe einen Hahn… und der lässt die Nachbarn keine Ruhe! Kein Morgen ohne Geschrei. Bring ein paar Hühner mit und, äh… vielleicht eine Aushilfe.“
Lena spürte ein Kribbeln im Bauch – das war nicht irgendein Auftrag, das war ein Abenteuer deluxe. Schnell packte sie die Bio-Hühner in Transportkisten, nahm ihre vertrauenswürdige Aushilfe Michi, der sich als halber Hühnerflüsterer qualifizierte, und stieg in ihren alten Lieferwagen.
Die Fahrt nach Osnabrück war ein wilder Mix aus guter Musik, gackernden Hühnern und Vorfreude. Die Hühner schienen das Chaos zu spüren und flatterten unruhig in den Kisten, als wüssten sie, dass bald etwas Großes passieren würde.
Als Lena und Michi ankamen, erwartete sie das volle Chaos: Der Hahn stand auf dem Dach von Tante Gunes Haus, krähte wie ein Jetfighter, während die Nachbarn empört ihre Fenster öffneten und mit Kissen winkten, als wollten sie den Hahn abwehren.
„Seht ihr?“, rief Tante Gunde. „Ich hab’s euch doch gesagt! Ohne Lena und ihre Hühner-Armee schaffen wir das nie!“
Lena grinste. „Keine Sorge, Tante Gunde. Ich habe Hühner, Aushilfe und Erfahrung. Wir machen aus deinem Hahn ein glückliches Biest – oder wenigstens ein Hahn, der die Nachbarn verschont.“
Die Hühner wurden in den Garten gelassen. Sofort begannen sie, den Hahn spielerisch herauszufordern: hier ein Flügelschlag, dort ein neugieriges Picksen. Michi half dabei, die Ordnung zu koordinieren, während Lena strategisch Körner verteilte und den Hahn mit sanften Worten und Bio-Logik beruhigte.
Nach einigen Minuten – gefühlt wie ein epischer Kampf zwischen Hahn, Hühnern und Chaos – geschah das Unglaubliche: Der Hahn legte sich hin, schien zu kapitulieren, und die Nachbarn atmeten auf. Stille senkte sich über die Straße, nur unterbrochen vom zufriedenen Gackern der Hühner.
Tante Gunde klatschte begeistert in die Hände. „Lena! Du bist ein Genie! Und das alles mit nur ein paar Hühnern und einer Aushilfe! Wie machst du das nur?“
Lena zuckte mit den Schultern, grinste und sagte: „Manchmal muss man nur die richtigen Freunde – Hühner, Aushilfe und Herz – zusammenbringen. Dann erledigt sich alles fast von selbst.“
Und irgendwo zwischen den Hühnern, dem Hahn und den erleichterten Nachbarn wusste Lena: dieses Abenteuer war erst der Anfang. ?✨
RIEFUNKE
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