Gerti starrte auf das wackelnde Geschehen unter dem Opel. Der Polizist, der zuvor noch so selbstbewusst und professionell gewirkt hatte, lag nun, halb unter dem Auto, wie ein misslungener Pantomime in einer unangenehm verzerrten Pose. Seine Beine waren festgeklemmt, und mit jeder verzweifelten Bewegung, die er machte, rutschte sein Hut weiter nach hinten, bis er schließlich krachend auf den Asphalt fiel.
„Hoffentlich hat er nicht noch die Hose aufgerissen“, dachte Gerti und versuchte, den Anblick mit einer Miene zu ertragen, die zwischen Mitleid und stillem Amüsement schwankte.
Die Zuschauer, die sich mittlerweile um sie gruppiert hatten, schauten nicht etwa besorgt, sondern hielten ihre Handys in die Luft, um das ganze Drama für ihre sozialen Netzwerke festzuhalten. „Das wird voll viral!“, rief jemand aus der Menge, während ein anderer laut flüsterte: „Hoffentlich ruft der noch die Feuerwehr.“
Gerti konnte nicht anders, als zu schmunzeln. „Katalysator-Schock“, murmelte sie und schüttelte dann den Kopf. „Wenn der hier so weiter macht, müssen wir bald noch eine Geheimpolizei für missglückte Missverständnisse einrichten.“
In diesem Moment hörte sie den Polizisten erneut, diesmal mit einem Hauch von Panik in der Stimme: „Ich... Ich... stecke fest!“
„Na toll“, dachte Gerti, „jetzt wird’s noch dramatisch. Was kommt als Nächstes? Der Katalysator als Mordwaffe?“
RIEFUNKE