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Beuys: „Der Mülleimer ist nicht einfach ein Behältnis. Er ist ein soziales Organ. Alles, was wir wegwerfen, ist Teil unserer Gesellschaft. Kunst kann dies sichtbar machen.“
Riefunke: „Aber ist es nicht auch eine Frage der Funktionalität? Ein Mülleimer muss vor allem praktisch sein. Sonst bleibt die Stadt schmutzig.“
Lagerfeld: „Praktisch? Ich sage euch, ein Mülleimer muss Stil haben. Auch der Müll hat eine Präsentation verdient. Form, Material, Eleganz – das Auge isst mit, selbst beim Wegwerfen.“
Beuys: „Ah, aber genau darin liegt die Chance. Wenn wir den Müll als Kunst betrachten, sehen wir die Gesellschaft neu. Jeder weggeworfene Zigarettenstummel erzählt eine Geschichte.“
Riefunke: „Dann reden wir also über die Demokratie der Abfälle? Jeder Mülleimer wird zur Bühne der Bürger?“
Lagerfeld: „Genau. Aber bitte mit klaren Linien. Keine chaotischen Behälter. Selbst der Abfall muss inszeniert werden.“
RIEFUNKE
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