Die beiden kräftigen Polizisten packten den verklemmten Kollegen an den Beinen, als wären sie an einem Baumstamm und versuchten, ihn aus der misslichen Lage zu befreien. Gleichzeitig schob ein weiterer Polizist an der anderen Seite des Autos, wobei er fast mit dem Gesicht in den Boden gedrückt wurde. Das ganze Bild wirkte wie eine Mischung aus einem unkoordinierten Versuch, einen Knoten in einem Seil zu lösen, und einer uralten Zaubertrick-Nummer, bei der alles schiefzugehen schien.
Die Szene zog natürlich auch die Aufmerksamkeit der örtlichen Presse auf sich. Ein Kamerateam in voller Montur erschien mit blitzenden Lichtern und Reportern, die eifrig Notizen machten, während ihre Mikrofone in die Luft hielten. Doch das war der Polizei zu viel. Einer der hochgewachsenen Polizisten, der sich gerade mit schmerzverzerrtem Gesicht versuchte, ein Bein des feststeckenden Kollegen zu befreien, blickte wütend zu den Journalisten.
„Hände weg, das ist eine interne Angelegenheit!“, rief er, während er sich mit seiner kräftigen Statur in den Weg stellte.
„Das kann nicht in die Zeitung! Verstanden?“, fügte der Polizist mit einer Miene hinzu, die keine Widerrede duldete.
Die Reporter, die sich wohl schon auf die Schlagzeilen freuten, die sie für ihren nächsten Artikel verwenden könnten, begannen sofort, ihre Kameras einzupacken. Einer der Fotografen machte jedoch noch ein einziges, flinker Bild, bevor er sich fluchend zurückzog.
„Komm schon! Da steckt jemand unter dem Auto!“, schrie einer der Polizisten an die Adresse des Fotografen. „Das hier ist keine Show!“
Trotz der Barschen Ansagen der Beamten konnte man die Anspannung in der Luft förmlich greifen. Der Versuch, den Polizisten zu befreien, hatte inzwischen fast ein Ausmaß angenommen, das eher einer Rettungsaktion für ein eingestürztes Gebäude glich als einer harmlosen Panne bei einer Routinekontrolle. Das ganze Geschehen war so grotesk und gleichzeitig so absurd, dass es fast nach einer schlechten Komödie aussah.
Gerti, die sich nach wie vor in sicherer Entfernung hielt, überlegte, ob sie das Ganze vielleicht wirklich an ihre Freunde weiterleiten sollte – aber dann fiel ihr wieder ein, dass das sicher für viel zu viele Menschen viel zu unpassend wäre.