Mit einem lauten, beinahe melodramatischen „AUA!“ – der sich weit über den Asphalt hallte – wurde der pflichtbewusste Polizist schließlich befreit. Ein kurzer Ruck, ein weiterer Schubs, und mit einem letzten gemeinsamen Anstrengung der sieben kräftigen Polizisten, schafften sie es, ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien. Der Polizist rappelte sich auf, hustete ein paar Mal und glotzte dann benommen unter den Opel.
„Verdammte Axt, das hätte auch schiefgehen können!“, stöhnte er, während er sich den Staub aus seiner Uniform klopfte und versuchte, den Dreck von seinem Gesicht zu wischen.
Gerti, die die Szene aus der Entfernung beobachtete, konnte nun einen faszinierenden Dialog zwischen zwei Polizisten hören, die sich gerade auf ihre eigene Art von der dramatischen Rettung erholten. Ihre Stimmen waren nicht gerade leise, was den Eindruck verstärkte, dass sie dachten, niemand würde sie hören.
„Mit 140 Kilo klettert man nicht so einfach unter ein Auto“, sagte der größere der beiden Polizisten mit einem schiefen Grinsen, während er seinem Kollegen half, die noch immer zitternden Beine des befreiten Polizisten zu stützen. „Der soll weniger essen. Immer dieser Sauerbraten mit Honig und Rosinen. Das kann nicht gut sein. Und seine Ehefrau ist Köchin, hast du das gehört?“
Der andere Polizist lachte und schüttelte den Kopf. „Kein Wunder, dass er da unten so fest hing! Der hat wahrscheinlich nicht nur den Katalysator im Griff, sondern gleich den ganzen Lebensstil.“
Gerti konnte sich das Grinsen des ersten Polizisten lebhaft vorstellen. „Naja, er wollte wohl wirklich tief in die Materie eintauchen“, dachte sie, ohne es auszusprechen. „Aber unter einem Auto? Da hört der Spaß auf.“
Der Polizist, der sich gerade wieder aufrichtete und den anderen eine Umarmung zum Dank schenkte, hob nun die Hand und winkte dem Team zu. „Das war's dann wohl“, sagte er mit einem schiefen Lächeln und wischte sich die Stirn ab. „Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, als Katalysator zu enden.“
Der Scherz löste ein paar Lacher bei den Kollegen aus, aber der Humor konnte die peinliche Situation nicht ganz verdecken. Es war klar, dass dieser Vorfall in den Polizistenkreisen noch lange als „der Katalysator-Schock“ erzählt werden würde. Und während sie sich langsam wieder sortierten und der Opel wieder ins Sichtfeld rutschte, konnte Gerti nur noch denken, dass sie wohl noch lange das Bild dieses missglückten „Rettungsversuchs“ im Kopf behalten würde.