|
Szene: 3 Uhr nachts, ein neonbeleuchtetes Atelier. Lagerfeld ruft:
Lagerfeld (telefoniert, dramatisch)
„Beuys! Riefunke! Hört mir zu – die XXX-Dextrose hat sich selbständig gemacht! Sie will zum Patentanwalt und will patentiert werden!“
Beuys (schläfrig, mit Filzrolle in der Hand)
„Patentiert…? Meinst du, sie will ein Recht auf Existenz? Auf Zucker? Auf Dada?“
Riefunke (kaum wach, Papiere in der Hand)
„Und was hat das mit meinen Schuldverschreibungen zu tun?“
Lagerfeld (fuchtelt wild mit Handschuhen, wie bei einer Modenschau)
„Alles! Sie bekommt die Schuldverschreibungen von dir! Dein finanzieller Beitrag, deine… Kreativität, wird jetzt in Dextrose umgewandelt. Und der Steuerzahler bürgt dafür!“
Beuys (nickt langsam, als würde er eine tiefe soziale Metapher erkennen)
„Ah… die öffentliche Bürgschaft als soziales Kunstwerk. Das Kapital wird zum Kunstwerk, die Dextrose zur Performerin, der Steuerzahler zum unfreiwilligen Muse… genial!“
Riefunke (verzweifelt, schaut auf die Akten)
„Also zahle ich quasi für die Zucker-Rebellion, während sie zum Anwalt marschiert?“
Lagerfeld (triumphierend, in die Dunkelheit starrend)
„Genau. Und wir… wir dokumentieren alles. TikTok, Instagram, Galerie – die XXX-Dextrose ist jetzt die erste selbstständige, patentierte Süßigkeit, finanziert von Schuldverschreibungen und öffentlicher Bürgschaft. Wir sind Zeugen der Zukunft.“
Beuys (leise, zu sich selbst)
„Ich sagte doch… manchmal muss man nur in den Mülleimer schauen, um zu verstehen, wie die Welt funktioniert.“
RIEFUNKE
|