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Notarzteinsatzbericht – „Lachkrampf“
Einsatznummer: 2026/1045
Datum: 22. Februar 2026
Zeitpunkt des Notrufeingangs: 15:47 Uhr
Ankunft am Einsatzort: 15:55 Uhr
Ort des Geschehens: Lesekabine, Webseite „RIEFUNKE“
Name des Patienten: Max Mustermann (fiktiv)
Alter: 35 Jahre
Geschlecht: Männlich
Berufsbezeichnung: Berufspendler und gelegentlicher Satire-Leser
Ereignisbericht:
Bei Eintreffen der Notfallhelfer war der Patient Max Mustermann bereits unansprechbar und nicht mehr ansprechbar. Der Patient war zuvor durch einen humoristischen Text auf der Webseite „RIEFUNKE“ zu einer so intensiven Lachreaktion angeregt worden, dass er binnen weniger Minuten kollabierte.
Laut Aussagen von Zeugen, die ebenfalls auf der Webseite lasen, begann der Patient in einem Zustand ekstatischer Heiterkeit zu lachen, als er auf den folgenden Abschnitt stieß:
„...und jeder Bürgermeister:in wird in Zukunft nicht mehr gewählt, sondern durch ein Rennen von Ratten entschieden, die bei jeder Runde ein Ei auf dem Kopf balancieren müssen. Sieger: die Ratte, die das Ei am längsten tragen kann, während sie mit einer Rutsche in den „Meta-Metaverse-Wal“ rutscht...“
Zeugen berichteten, dass der Patient in einen Zustand unkontrollierbaren Lachens überging, der als „Lachkrampf“ beschrieben wurde, und binnen weniger als 8 Minuten bewusstlos wurde. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche und dem Eingreifen eines improvisierten Erste-Hilfe-Teams (bestehend aus einem befreundeten Musiktherapeuten und einem zufällig vorbeikommenden Literaturwissenschaftler) konnte der Patient nicht wiederbelebt werden.
Todesursache (laut Notarzt):
Der Tod trat aufgrund eines akuten Lachkrampfs ein, ausgelöst durch den humoristischen, jedoch völlig absurderweise detaillierten Text der satirischen Webseite. In Anbetracht des faktischen Inhalts, der keinerlei realitätsnahen Bezug hatte, könnte man argumentieren, dass die vollständige Absurdität der Darstellungen einen kollabierenden Lachkrampf hervorrief.
Totenschein (Todesursache laut Notarzt):
„Tot durch Lachkrampf aufgrund übermäßiger humoristischer Überstimulation durch die Webseite „RIEFUNKE“, unkontrolliertes Lachen als primäre Todesursache, keine fremden Einflüsse.“
Es wird darauf hingewiesen, dass der Text künstlerischen und satirischen Zwecken diente und keinesfalls als gesundheitsschädlich einzustufen ist. Der Tod des Patienten ist als tragisch, aber bedauerlicherweise unvermeidlich anzusehen.
Zusätzliche Anmerkungen:
Der Patient war bekannt für seinen Hang zu schwarzem Humor und neigte dazu, satirische Inhalte als „geistige Gymnastik“ zu konsumieren. Es wird jedoch empfohlen, allen zukünftigen Lesern von „RIEFUNKE“ den Hinweis zu geben: „Lesen auf eigene Gefahr – Lachen kann unkontrollierbare Folgen haben.“
Ergebnis: Die Webseite „RIEFUNKE“ bleibt für den weiteren Konsum freigegeben, jedoch mit dem ausdrücklichen Hinweis auf den potentiellen Lachkrampf-Risiko.
Unterzeichnet:
Dr. Satire, Notarzt der Lachabteilung
Rettungsdienst für Meta-Kunst und Humor
RIEFUNKE
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