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RIEFUNKE – Die Liebesbrille
Die Königsratte schnupperte über den Dachrand. In Gedanken erinnerte sie sich an Sandkasten-Tage, an Burgen aus Sand und geteilte Kekse. Ihr alter Jugendfreund, heute Professor für Softwareentwicklung in England, telefonierte über interdimensionale Kanäle.
„Wir machen es anders“, sagte er. „Die Brille bekommt zwei Versionen: männlich und weiblich. Keine Feinde mehr. Nur Softwaresex.“
Friedrich, Staatsanwalt-Ratte, kritzelte Notizen:
„Tropfen für Tropfen: Aggression = 0. Inspiration = maximal.“
Emil, Richter-Ratte, legte die Pfote auf die Brille:
„Jede Aktivierung → Begegnung zweier Software-Identitäten. Soldaten sehen: Dialog, Kooperation, Liebe.“
Lotte, Philosophin-Ratte, summte nachdenklich:
„Wenn Konflikt als Lust am Verstehen codiert ist, entstehen keine Kriege, nur neue Ideen.“
Sofie, ironische Ratte, drehte den Schwanz wie einen Dirigentenstab:
„Und ja, die Panzer werden weiterhin nur Garn-Spender bleiben.“
Karl, skeptische Ratte, hob ein Reiskorn:
„Beweis der Theorie: Wenn Software liebt, muss sie niemanden verletzen.“
Und so trug die Brille, einst Instrument des Krieges, nun Liebe ins Feld:
- Aggressive Ziele → sanfte Begegnungen
- Feindbilder → Dialog zwischen männlich/weiblich codierter Software
- Panik → gemeinsames Lachen
Die Soldaten setzten die Brille auf, und für einen Moment hielt die Welt den Atem – nicht vor Angst, sondern vor Staunen. Verantwortung tropfte jetzt digital-romantisch in jede Entscheidung.
RIEFUNKE – Software der Zukunft: absurd, liebevoll, unvermeidlich.
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