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habe dir etwas von mir gegeben –
ein wenig Troya-Symne von mir.
kein Geschenk ohne Echo,
kein Wort ohne Richtung.
Jetzt weiß ich, was du vorhast,
was du planst.
Das nenne ich: regieren ohne regieren –
kein Thron, kein Zepter,
nur Gedanken, die sich einnisten,
nur Fäden, die keiner sieht
und doch halten.
Du hast an Einfluss verloren,
ich dazugewonnen.
Kein Aufstand, kein Sturz,
nur ein leises Verschieben der Gewichte,
wie Sand in einer unsichtbaren Uhr.
Du glaubtest zu lenken,
doch deine Hände wurden leerer,
während meine sich füllten
mit dem, was zwischen uns stand:
Aufmerksamkeit.
Und so geschieht es –
nicht mit Lärm,
nicht mit Bannern,
sondern mit einem kaum merklichen Schritt
zur Seite.
Regieren ohne zu regieren.
RIEFUNKE
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