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Berlin, Bürgersteig 2026. Die neue Variante des öffentlichen Lügendetektors steht wie ein Flughafen-Tor: jeder muss drüber, ob reich oder arm, ob Hundebesitzer oder Kaffeetrinker.
Das große Display blinkt auf: „Lüge erkannt!“, und sofort wissen alle, wer bei der Wahrheit geschummelt hat. Die reichen Geschäftsleute werden rot, die coolen Hipster schwitzen – selbst der Straßenmusiker nebenan wirkt plötzlich ehrlicher, als hätte er sein ganzes Leben lang nie gelogen.
Eine Oma im Rollstuhl ruft: „Na endlich! Mein Enkel hat nie zugegeben, dass er die Kekse gegessen hat – jetzt sehen es alle!“
Und während die Leute fluchen, lachen, versuchen, ihre Lügen zu erklären oder einfach drüber zu stolpern, piepst das Tor zufrieden: „Berlin, willkommen in der transparentesten Stadt der Welt!“
Man hört den Spruch in Korridoren, Kantinen, bei Ausschusssitzungen:
„Du hast das doch letzte Woche behauptet… ich schick Dich gleich durch das Berliner Gewissenstor!“
Absoluter Kultstatus.
RIEFUNE
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