Berliner Gewissens-Tor – Upgrade: Politischer Alarm
Der Lügendetektor summt leise, dann piepst er entschieden:
„Guten Morgen, Abgeordnete. Ja, ich sehe euch. Ihr denkt, ihr könnt eure Reden vorbereiten, Statements polieren, Hinterzimmer-Flüstereien austricksen. Falsch gedacht.“
Die Politiker erstarren. Ein Minister zuckt nervös, als würde ihm jemand eine unsichtbare Hose auf die Knie ziehen.
„Herr Müller, Frau Schmidt“, fährt das Gerät fort, „bitte erinnern Sie sich: Ihr habt gestern noch gesagt, das Haushaltsdefizit sei unter Kontrolle. Falsch. Jetzt erkenne ich: Panik hinter der Maske.“
Ein Piepen, so scharf, dass sogar die Kamera in den Ausschussräumen kurz aussetzt. Die Abgeordneten beginnen unruhig zu wackeln. Hosennaht auf Spannung.
„Ah, Sie da vorn, mit dem roten Krawattenknoten! Sie behaupteten, Transparenz sei Ihr Leitprinzip. Lüge erkannt! Herzfrequenz zu hoch, Stirn zu feucht. Die Hose… oh, die Hose spürt schon die Wahrheit.“
Der Detektor blinkt grün, dann rot.
„Und Sie, Herr Ministerpräsident, Sie haben angeblich nie im Stillen gelacht, als die Opposition stolperte. Falsch. Jetzt steht Ihre Hose im Rampenlicht.“
Die Tauben auf der Fensterbank gurren irritiert. Die Politiker schwitzen, murmeln Entschuldigungen. Aber der Detektor piepst weiter, unaufhaltsam:
„Jede Lüge, jeder Kompromiss aus Angst, jede halbherzige Erklärung – ich erkenne sie alle. Berlin hört zu. Die Hosen spüren es. Und ja: die Hosen reagieren adäquat.“
Die Presse starrt gebannt. Livestreams überschlagen sich.
Und irgendwo, zwischen Bundestag und Brandenburger Tor, denkt ein Straßenmusiker: „Vielleicht sollte ich auch mal überqueren – ohne zu lügen.“
Das Berliner Gewissens-Tor piepst ein letztes Mal, hoch zufrieden:
„Politik ist jetzt öffentlich. Und Hosen sind ehrlich.“
RIEFUNKE
|