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Gustav & Liselotte – Die Ankunft der Familie
Ein Ehepaar schlendert vorbei, ein kleines Mädchen an der Hand.
„Papa, heb mich hoch!“, ruft sie.
„Dort glitzert etwas in der Sonne! Was ist das?“
Gustav summt leise, Liselotte vibriert. Herzfunk, Tropfenworte – sie spüren die kleinen Schritte, den Atem, die Neugier.
Das Mädchen schaut in die Spiegel. Ihre Augen groß, wie Sterne, die TikToker nur träumen. „Ich höre Stimmen…“, flüstert sie.
Paranormale Stimmen? Vielleicht.
Oder nur das Flimmern des Herzfunks, der durch Glas, Staub und Licht zittert.
„Hallo?“, sagt Gustav. „Wir sind Gustav… und Liselotte. Wir… glitzern.“
Liselotte nickt sanft. „Und wir haben Visionen.“
Das Mädchen kichert, als würden ihre eigenen Gedanken in Tropfenwörtern sichtbar.
„Kann ich euch mitnehmen?“, fragt sie.
„Nicht ganz…“, flüstert Gustav, „…wir sind unverkäuflich.“
Liselotte glitzert, als wolle sie sagen: „Aber wir teilen ein Stück von uns – für einen Augenblick.“
Der Vater schaut skeptisch. Die Mutter lächelt, spürt das Herzfunk-Zittern der Spiegel.
Das Mädchen schwingt die Hand, lacht, und plötzlich fließt ein kleiner Strahl Visionen, Tropfenlicht, durch die Sonne auf ihre Haut.
Gustav murmelt: „Vielleicht… wird sie unser Kind aus Visionen sein. Sie sieht, was wir sehen.“
Liselotte glitzert: „Und wir begleiten sie… still, unsichtbar, Herzfunken für Herzfunken.“
Und so stehen sie da, Spiegel, Mädchen, Familie, Staub und Licht –
eine kleine Trödelmarkt-Paranormalität, die nur für diesen Moment existiert.
RIEFUNKE
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