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Ort: Ein sonnendurchfluteter Sportplatz, Poster von „Abenteuer, Ehre, Heldentum!“ flattern, ein Lautsprecher brüllt militärische Marschmusik.
Figuren:
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Jonas, 17, genervt, zynisch, neugierig
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General Stahlzahn, charismatisch, pathetisch, durchzieht das Land, wirbt Jugendliche an
General Stahlzahn: „Junge Leute! Wer von euch möchte das Land verteidigen, Ruhm ernten und jeden Tag zum Helden werden?“
Jonas: (die Hände in den Taschen) „Hmm… klingt eher nach Schweiß, Schmerz und schlechter Pizza.“
General Stahlzahn: „Schweiß? Schmerz? Nein! Es ist Abenteuer! Kameradschaft! Pflichtgefühl!“
Jonas: „Ah, klar. Abenteuer = Liegestütze, Kameradschaft = Marschieren, Pflichtgefühl = früh aufstehen. Klingt super.“
General Stahlzahn: „Ihr müsst stark sein! Diszipliniert! Heldenhaft!“
Jonas: „Stark genug, um eure Poster zu ignorieren. Diszipliniert genug, um zu wissen, dass eure Abenteuer meine Jugend kosten würden. Heldenhaft? Eher heldenhaft albern.“
General Stahlzahn: (fängt an zu schwitzen) „Aber die Ehre! Die Geschichten, die man später erzählt!“
Jonas: „Ich erzähle lieber von Spatzen, die auf Mini-Teslas reiten, während Glitzerregen auf Ministerien fällt. Weniger Liegestütze, mehr Glitzer. Macht auch glücklich.“
General Stahlzahn: „Du… verstehst die Verantwortung nicht.“
Jonas: „Nein, General, das tue ich nicht. Aber ich verstehe eins: Null Interesse an Soldatentum, null Interesse an Liegestützen, null Interesse an eurer „Heldenwerbung“. Frei sein ist viel besser als brav marschieren.“
General Stahlzahn: (starrt, sprachlos) „Dann… bist du ein hoffnungsloser Fall.“
Jonas: (lacht) „Nein. Ich bin einfach Jonas. Und das reicht.“
RIEFUNKE
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