| |
Das Rattengericht und das Gesetz der Königsratte
Die Königsratte saß auf ihrem Thron aus alten Trommelfellen, umgeben vom Riefunkes Rattenorchester. Eine Idee blitzte in ihren Augen auf – eine Idee, die die Regeln der Welt verändern würde:
„Jeder Militär, der Kinder in menschlichen Kriegen verletzt oder – zufällig oder nicht – tötet, wird durch das Rattengericht für tot erklärt. Für uns bedeutet das: Er lebt nicht mehr. Und das Gesetz gilt sofort.“
Ein leises Rascheln ging durch das Orchester, dann begann es in begeistertes Quieken überzugehen. 98 % der Musiker stimmten für das Gesetz. Nur eine kleine, skeptische Gruppe ratloser Jung-Ratten zögerte kurz, bevor auch sie zustimmten. Die Königsratte nickte zufrieden.
Von diesem Moment an wurde das Orchester nicht mehr nur als Musiker respektiert, sondern als Richter, Jury und Vollstrecker zugleich. Jeder Reiskorn-Meteoritenstoß war nicht mehr nur ein Schlag gegen Bunker, sondern ein Symbol für Gerechtigkeit. Wer den Mut hatte, Kinder zu schützen, durfte weiterleben; wer sie verletzte, verschwand aus der Welt, als hätte das Rattengericht selbst die Naturgesetze neu geschrieben.
Und so begann eine neue Ära: In den Schatten der Kriegstrümmer marschierte das Rattengericht, nicht laut, nicht brutal – aber unaufhaltsam. Die Kinder, von der Magie der Meteoriten beschützt, konnten endlich lachen, während die Königsratte und ihr Orchester still über das Gesetz wachten, die Pflichten des Herzens ein für alle Mal durchgesetzt.
RIEFUNKE
|
|