Brüssel – Das Glitzer-Dekret
In Brüssel vibrieren die Marmorgänge.
Akten rascheln. Dolmetscher flüstern in 24 Sprachen gleichzeitig.
Die „Pferdefreundin von der Leyen“ erscheint – nicht zu Fuß, sondern auf einem schneeweißen Verwaltungs-Einhorn. Die Hufe klacken wie Paragrafenzeichen auf dem Parkett.
„Was ist hier los?“, ruft sie.
Die Ratte – geschniegelt, mit Cape und leicht beleidigtem Schnurrhaar – tritt vor.
„Ich bin auch nur tierisch. Und Europa ist auch nur menschlich. Helfen Sie.“
Ein Raunen geht durch den Saal.
Richter zittern. Politesse versteckt ihr Notizbuch.
Im Rathaus flackern Computer, als wüssten sie, dass ihre Pfändung kosmische Bedeutung hatte.
Von der Leyen hebt die Hand.
Glitzerstaub sinkt herab wie EU-Sternenregen.
„Beschluss:
Alle Richter werden beurlaubt.
Alle Pfändungen aufgehoben.
Und zur Wiederherstellung der nager-menschlichen Würde erhält die Klägerin…“
Sie schaut in ein Dokument.
„… 18.500 Euro Schadenersatz.“
Stille.
Dann Applaus.
Die Ratte lächelt staatsmännisch.
Das Schrottauto wird freigegeben.
Das Klavier stimmt sich selbst.
Die Computer atmen auf.
Die Politesse nickt kleinlaut.
Das Landratsamt lernt Demut.
Europa dreht sich weiter.
Die Ratte steckt das Geld ein, verbeugt sich leicht und sagt:
„Gerechtigkeit ist manchmal nur eine Frage der Perspektive.“
Ein letzter Hufschlag.
Ein letzter Glitzerwirbel.
Ende der Geschichte.
RIEFUNKE.